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A93 bei Kiefersfelden: Bundespolizei nimmt mehrere Männer fest

Bei Kontrollen an der Autobahn kamen gefälschte Papiere, Drogen und gesuchte Straftäter ans Licht. Einige Männer landeten direkt hinter Gittern.

Die Bundespolizei hat am Wochenende vom 15. auf den 16. August an der A93 bei Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim, Bayern) die Papiere von rund 20 Menschen überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass viele ohne gültige Dokumente eingereist waren oder mit Haftbefehlen gesucht wurden.

Ein 20-jähriger Litauer reiste in einem Bus. Als die Beamten seine Daten prüften, kam heraus: Gegen ihn liegt ein europäischer Haftbefehl vor. Er soll in seiner Heimat in Wirtschaftskriminalität und Betrug verwickelt sein. Der junge Mann wurde festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim gebracht. Dort wartet er nun darauf, nach Litauen ausgeliefert zu werden.

Ein weiterer Mann, ein 32-jähriger Iraker, wurde ebenfalls bei Kiefersfelden kontrolliert. Er zeigte eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung vor, doch im Computer der Polizei tauchten zwei Strafbefehle auf. Er war nach einem Unfall vom Ort geflohen und war zudem betrunken gefahren. Insgesamt hätte er rund 7.400 Euro an Geldstrafen und Kosten zahlen müssen. Da er das Geld nicht hatte, muss er nun eine Ersatzstrafe antreten und wird voraussichtlich 80 Tage im Gefängnis in Bernau verbringen.

Zwei Syrer, 26 und 28 Jahre alt, waren in einem Pkw unterwegs. Sie legten österreichische Flüchtlingspässe vor. Auch gegen sie lagen Strafbefehle wegen eines illegalen Einreiseversuchs vor. In diesem Fall konnten die beiden Männer die geforderten Geldstrafen von jeweils etwa 670 Euro bezahlen. Deshalb mussten sie nicht ins Gefängnis und konnten ihre Fahrt fortsetzen.

In Bussen unterwegs waren zudem ein 34-jähriger Syrer und ein 22-jähriger Tunesier. Beide versuchten, die Beamten mit gefälschten Papieren zu täuschen. Der Syrer hatte einen rumänischen Ausweis dabei, der komplett gefälscht war. Der Tunesier führte eine gefälschte spanische Aufenthaltserlaubnis und einen gefälschten spanischen Führerschein mit sich. Beide wurden wegen Urkundenfälschung angezeigt.

Beim Tunesier fanden die Polizisten im Gepäck außerdem ein Tütchen Cannabis und ein Pfefferspray, das in Deutschland nicht erlaubt ist. Er erhielt deshalb weitere Anzeigen. Beide Männer müssen das Land voraussichtlich verlassen.

Insgesamt versuchten viele Menschen aus Ländern wie Ghana, Syrien, Pakistan oder Indien, illegal nach Deutschland einzureisen. Etwa drei Viertel von ihnen wurden nach den Kontrollen direkt wieder zurückgewiesen.

Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeidirektion München – zur Originalmeldung

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