A9: Massenkarambolage an der Landesgrenze
Es war Sonntagnachmittag, kurz vor vier Uhr, als es auf der A9 (Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Thüringen) in Richtung München krachte. Zwischen den Ausfahrten Droyßig und Eisenberg wird die Fahrbahn schmaler und die Spurzahl von drei auf zwei reduziert. Deshalb staute es sich an dieser Stelle.
Ein Fahrer eines Skoda bemerkte den Stau und bremste bei Kilometer 168,8 bis zum Stillstand ab. Ein 19-jähriger Fahrer eines Ford sah das zu spät. Er prallte mit voller Wucht auf den Skoda auf. Durch den harten Aufprall schob der Ford den Skoda weiter nach vorne, bis beide gegen einen stehenden BMW krachten. Gleichzeitig streiften der Ford und der Skoda noch einen Tesla, der gerade auf der rechten Spur stand.
Nach dem Zusammenstoß kamen alle vier Wagen auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort. Drei Menschen aus dem Ford und drei aus dem Skoda hatten leichte Verletzungen. Sie wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Eine weitere Person aus dem Skoda wurde schwer verletzt. Wegen der Schwere der Verletzungen musste ein Rettungshubschrauber kommen und den Patienten in eine Klinik fliegen.
Die Autobahn war deshalb für zwei Stunden komplett gesperrt. Später blieb die Strecke für weitere 45 Minuten teilweise dicht. Der Sachschaden an den vier Autos wird auf insgesamt 60.000 Euro geschätzt.
Die Ermittlungen der Autobahnpolizei dauern an. Ob und inwieweit sich der 19-jährige Fahrer strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.