A9 bei Bad Lobenstein: Wohnmobil kracht in Stauende
Am Samstagabend kam es auf der A9 bei Bad Lobenstein (Landkreis Saale-Orla, Thüringen) zu einem schweren Zusammenstoß. Alles begann mit einem ersten Unfall in Fahrtrichtung München gegen 18:05 Uhr. Dort war ein Pferdeanhänger umgekippt, und ein Pferd war darin gefangen. Wegen dieses Vorfalls mussten die Rettungskräfte die Autobahn in beiden Richtungen komplett sperren.
Kurz darauf, gegen 18:43 Uhr, passierte auf der Gegenfahrbahn Richtung Berlin das nächste Unglück. Ein Fahrer mit seinem Wohnmobil und zwei Kindern im Wagen bemerkte das Stauende zu spät. Er fuhr ungebremst in die Rettungsgasse und krachte in mehrere Fahrzeuge. Insgesamt wurden neun Autos beschädigt.
Besonders schlimm traf es eine Reisegruppe, die gerade aus Österreich zurückkehrte. Die Gruppe bestand aus acht Betreuern und elf Kindern mit hohem Unterstützungsbedarf. Sie reisten in zwei Kleinbussen, die beide bei dem Unfall beschädigt wurden.
Nach aktuellem Stand sind etwa 34 Menschen verletzt, darunter auch mehrere Kinder. Wie schwer die Verletzungen genau sind, wird derzeit noch geprüft. Der Sachschaden ist enorm und liegt bei circa 350.000 Euro.
Die Fahrbahn Richtung Berlin blieb für etwa 5,5 Stunden komplett gesperrt, damit die Retter und Abschleppwagen arbeiten konnten. Die Polizei leitete den Verkehr in dieser Zeit über die Tank- und Rastanlage Hirschberg um.
Die Autobahnpolizei untersucht nun die genauen Unfallursachen. Ob und inwieweit sich der Fahrer des Wohnmobils strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.