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A7 bei Fulda: Sattelauflieger löst sich und verursacht Unfall

Ein technischer Defekt führte in der Nacht zum Freitag zu einem gefährlichen Hindernis auf der Autobahn. In der Folge krachten zwei Fahrzeuge ineinander.

In der Nacht zum Freitag passierte auf der A7 bei Fulda (Hessen) gegen 02.26 Uhr etwas Ungewöhnliches. Einem Sattelzug löste sich plötzlich der Auflieger. Das Teil blieb unbeleuchtet hinter einer Kurve auf der Fahrbahn stehen. Der 43-jährige Fahrer aus Usbekistan bemerkte den Defekt sofort und stellte ein Warndreieck auf, um andere Autofahrer zu warnen.

Doch die Stelle war unübersichtlich und gefährlich. Kurz darauf stockte der Verkehr. Eine 33-jährige Frau, die einen Ford-Kleinbus aus dem Landkreis Altenkirchen fuhr, sah das Hindernis und wich rechtzeitig aus. Als sie in den Rückspiegel blickte, bemerkte sie jedoch, dass ein anderes Auto schnell auf sie zukam. Um einen Aufprall zu verhindern, lenkte sie ihren Wagen erneut nach links.

Genau in diesem Moment kam ihr ein Klein-LKW aus Slowenien entgegen. Der 42-jährige Fahrer des LKW hatte nicht mit dem plötzlichen Spurwechsel gerechnet. Er konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte von hinten in den Ford-Bus. Beide Fahrzeuge waren so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr fahren konnten und auf dem linken Fahrstreifen liegen blieben.

Die Folgen waren massiv: Die A7 in Richtung Süden musste bis etwa 05.20 Uhr komplett gesperrt werden. Es bildete sich ein Rückstau von etwa fünf Kilometern. Ein Abschleppdienst musste entgegen der Fahrtrichtung zur Unfallstelle kommen, um die Wracks zu bergen. Zudem half die Autobahnmeisterei aus Hönebach bei der Absicherung, während eine Bergungsfirma den abgerissenen Sattelauflieger wegschleppte.

Der Gesamtschaden an den drei Fahrzeugen wird auf etwa 33.000 Euro geschätzt. Trotz der heftigen Kollision wurde niemand verletzt.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeipräsidium Osthessen – zur Originalmeldung

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