A 52: Drogentrip endet an der Leitplanke
Es war kurz nach Mitternacht, als einer Streife der Autobahnpolizei auf der A 52 bei Ratingen-Breitscheid (Nordrhein-Westfalen) ein schwarzer Mercedes auffiel. Der Wagen fuhr auffällig langsam, weshalb die Beamten den Fahrer anhalten wollten. Doch als die Polizisten die Anhaltezeichen gaben, passierte das Gegenteil: Der 20-Jährige gab Vollgas und versuchte, mit hoher Geschwindigkeit vor der Kontrolle zu entkommen.
Die Flucht dauerte nicht lange an. Als der junge Mann an der Anschlussstelle Essen-Kettwig von der Autobahn abfahren wollte, passierte es. In einer Kurve verlor er die Kontrolle über den Mercedes und krachte gegen eine Leitplanke. Glücklicherweise blieb der Fahrer bei dem Unfall unverletzt, auch wenn der Wagen beschädigt wurde.
Bei der anschließenden Kontrolle kam schnell heraus, warum der Mann geflüchtet war. Er besaß überhaupt keinen gültigen Führerschein. Zudem hatte er vor der Fahrt offenbar Drogen konsumiert. Die Polizisten ließen deshalb eine Blutprobe von ihm nehmen.
Der junge Mann aus Essen, der die montenegrinische und serbische Staatsangehörigkeit besitzt, muss sich nun mit mehreren Strafverfahren herumschlagen. Es geht unter anderem um das Fahren ohne Fahrerlaubnis, ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen und die Gefährdung des Straßenverkehrs durch Drogen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.