Zweibrücken: Gewaltserie beim Stadtfest
Der Start des 45. Stadtfestes in Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) verlief zunächst ruhig. Die Besucher strömten bei gutem Wetter in die Stadt, und bis 22 Uhr passierte kaum etwas. Nur am Rand des Festgeländes gab es zwei kleinere Probleme mit Drogen.
Kurz vor 23 Uhr wurde es dann an der Vertiefung der Alexanderkirche ungemütlich. Ein 46-jähriger Mann stieß einen 16-Jährigen zu Boden. Dann schlug der Mann mit den Fäusten auf den Jugendlichen ein. Der Junge erlitt leichte Schürfwunden am rechten Unterarm. Die Polizei schickte den Mann vom Festplatz, woraufhin er den Ort sofort verließ. Der Jugendliche wurde an seine Mutter übergeben.
Nachdem die Musikdarbietungen beendet waren, war die Innenstadt immer noch voll. Erst gegen 1 Uhr gingen die Menschen langsam nach Hause. Doch kurz darauf, gegen 01.20 Uhr, kam es in der Münzgasse zu zwei weiteren Vorfällen. Eine 28-jährige Frau wollte eine Rangelei zwischen unbekannten Menschen schlichten. Dabei schlug ein Mann ihr ins Gesicht, sodass ihre Lippe blutete. Der Täter trug eine Bauchtasche und flüchtete vom Tatort. Im Zuge dieses Streits biss die 28-Jährige einem 17-Jährigen zweimal in den Unterarm.
Um 02 Uhr gab es an der Ecke Hauptstraße und Mühlstraße eine weitere Schlägerei. Ein 27-Jähriger und ein 47-Jähriger schlugen aufeinander ein. Beide wurden leicht verletzt: Der Jüngere schürfte sich den Ellenbogen, der Ältere bekam Rötungen im Gesicht.
Kurz vor Ende des Einsatzes, gegen 02.40 Uhr, gab es noch einen weiteren Vorfall. Ein 28-jähriger Mann verhielt sich aggressiv. Die Polizei ordnete einen Platzverweis an, doch der Mann weigerte sich, zu gehen. Deshalb wurde er festgenommen.
Die Polizei sucht noch nach dem Mann aus der Münzgasse. Er hat einen südländischen Phänotyp und trug eine Bauchtasche. Wer Hinweise hat, kann sich an die Polizeiinspektion Zweibrücken wenden. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.