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Zoo Neuwied: Nachwuchs bei den Springtamarinen

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Im Zoo Neuwied gibt es ein neues Familienmitglied. Ein kleiner Affe sorgt seit Juni für Aufregung im Gehege.

Im Zoo Neuwied (Rheinland-Pfalz) ist Nachwuchs eingetroffen. Am 14. Juni kam ein Jungtier der Springtamarine zur Welt. Wer das kleine Tier sehen will, muss im rechten Außengehege der Prinz Maximilian zu Wied Halle genau hinschauen. Meist klammert sich der Kleine an einem der älteren Affen fest.

Die Aufzucht funktioniert bei den Springtamarinen besonders. Die Mütter tragen die Jungen nur kurz. Danach übernehmen die Väter und tragen den Nachwuchs auf dem Rücken, um die Mutter zu entlasten. Nur zum Säugen kommt das Jungtier zurück zur Mutter. Mit der Zeit helfen dann auch die älteren Geschwister mit. So lernen sie schon früh, wie man sich um die Kleinen kümmert.

Ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, weiß man aktuell noch nicht. Das ist von außen nicht zu erkennen. Erst nach der Entwöhnung von der Muttermilch wird die Zootierärztin das Tier untersuchen und das Geschlecht feststellen. Bei der Geburt wogen die Jungtiere etwa 45 bis 66 Gramm. Mit zweieinhalb Monaten fangen sie an, ihre Umgebung selbstständig zu erkunden.

Die Tierpflegerin Lena Weeser erklärt, dass die Tiere im Zoo eine spezielle Diät bekommen. Sie fressen Gemüse und viele lebende Insekten, damit sie jagen können. Obst gibt es nur wenig, weil der Zuckergehalt in gekauften Früchten zu hoch ist. Damit es nicht langweilig wird, versteckt das Personal das Futter oder bastelt sogenannte Eisbomben.

Die Springtamarine sind in der Natur stark gefährdet. Deshalb arbeiten Zoos weltweit zusammen, um die Art zu retten. In ihrer Heimat leben sie in Gruppen von bis zu zwölf Tieren und ziehen durch riesige Gebiete.

Wer die Affen in Aktion sehen will, sollte jetzt kommen. Kaltes Wetter mögen sie nicht. Zwar gibt es im Außenbereich Rotlichtlampen für den Winter, aber in der warmen Jahreszeit klettern und springen sie am meisten herum.

Quelle: Neuwied – zur Originalmeldung

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