Zoll kontrolliert über 100 Werkstätten und Waschanlagen
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Augsburg hat vor Kurzem eine große Kontrollaktion gestartet. Über 100 Beamte waren im Einsatz. Sie besuchten insgesamt 135 Kfz-Werkstätten und Waschanlagen in ihrem Zuständigkeitsbereich. Dieser Bereich umfasst den gesamten Regierungsbezirk Schwaben (Bayern) sowie Teile von Oberbayern, etwa den Raum Ingolstadt. Die Beamten hatten keine konkreten Hinweise auf Verstöße, sondern prüften die Betriebe unabhängig von Verdächten.
Die Zollleute wollten wissen, ob die Arbeitgeber den Mindestlohn bezahlen und ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden. Außerdem prüften sie, ob ausländische Mitarbeiter die nötigen Genehmigungen oder Aufenthaltstitel für die Arbeit besitzen. Insgesamt befragten die Beamten 285 Beschäftigte zu ihren Arbeitsverhältnissen. In über 70 Betrieben begannen sie mit einer detaillierten Geschäftsprüfung.
Bei den Kontrollen kam es zu konkreten Ergebnissen. Gegen einen Ausländer wurde direkt vor Ort ein Strafverfahren eingeleitet, weil er vermutlich illegal im Land ist. Zudem starteten die Beamten sieben Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten. Hier geht es vor allem darum, dass Arbeitszeiten nicht richtig aufgeschrieben wurden oder Ausländer ohne die erforderlichen Papiere arbeiteten bzw. beschäftigt wurden.
Die Zahlen könnten noch steigen. Die Beamten prüfen die Aussagen aus den Befragungen nun genauer nach. In sieben Fällen ist bereits klar, dass eine vertiefte Prüfung nötig ist. Ob und inwieweit sich die Verantwortlichen strafbar gemacht haben, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.