Zöllner finden Schmuggelware in Augsburger Bus
In den Abendstunden hielten Beamte des Hauptzollamts Augsburg (Schwaben) einen Linienbus auf der Autobahn 8 an. In dem Fahrzeug befanden sich 17 Fahrgäste. Weder der Busfahrer noch die Passagiere, die aus der Türkei kamen, gaben an, zollpflichtige Waren mitzuführen.
Doch die Zöllner kamen den Insassen nicht sofort glauben. Bei der Durchsuchung bemerkten sie, dass die Wartungsklappen der Ablagefächer über den vorderen Sitzen nicht richtig verschraubt waren. Als die Beamten die Klappen öffneten, fanden sie dort die ersten versteckten Zigaretten. Das machte die Einsatzkräfte misstrauisch, sodass sie auch die Polster der Fahrgastsitze entfernten. Auch dort waren Zigaretten eingearbeitet. Weitere Tabakwaren fanden die Beamten schließlich in der Reisetasche des Busfahrers. Insgesamt waren es 8.280 Zigaretten.
Neben den Zigaretten entdeckten die Zöllner noch einen Karton mit 144 Kleidungsstücken. Darin befanden sich T-Shirts, Trikots und Hosen. Die Beamten fragten beim Hersteller der Marken an, woraufhin dieser bestätigte, dass es sich um gefälschte Ware handelt. Auch die Textilien wurden beschlagnahmt.
Gegen den Busfahrer wurde nun ein Strafverfahren eingeleitet. Er muss sich unter anderem wegen des Verdachts auf eine Markenrechtsverletzung verantworten. Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.