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Wuppertal: 26-Jähriger nach Trickbetrug bei Senior festgenommen

Ein 91-jähriger Mann entging fast einem großen Betrug. Die Polizei konnte einen Verdächtigen in Wuppertal schnappen, während ein Komplize entkam.

Ein 91-jähriger Mann in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) wurde am Dienstag Opfer eines Trickbetrugs. Zuerst rief eine Frau an, die vorgab, von einer Bank zu sein. Sie wollte die Geheimzahl seiner Bankkarten wissen und sagte, ein Kollege würde die Karten später abholen. Der Senior war misstrauisch und gab am Telefon erst einmal nichts preis. Er rief sofort die Polizei, weil ihm die Sache komisch vorkam.

Doch dann klingelte das Telefon ein drittes Mal. Diesmal gab der Mann seine PIN durch und vereinbarte, dass die Karten an seiner Haustür abgeholt werden. Kurz darauf tauchte ein 26-jähriger Mann auf, riss dem Senior die Bankkarten aus der Hand und rannte weg. Genau in diesem Moment trafen die Polizisten an der Wohnung ein. Der Verdächtige versuchte zu fliehen, doch die Beamten verfolgten ihn bis zur Lohsiepenstraße.

Dort stieg der Mann in einen Skoda. Als die Polizei das Auto erreichte, sprang ein zweiter Mann aus dem Wagen und rannte in ein Waldgebiet bei der Erbschlöer Straße. Die Polizei suchte den Bereich ab, konnte den zweiten Mann aber nicht finden.

Der 26-Jährige wurde festgenommen. Bei der Durchsuchung des Autos kam einiges ans Licht: Der Skoda hatte falsche Kennzeichen. Zudem war der Wagen beschädigt. Er war wohl kurz zuvor bei einem Unfall auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants verunfallt, woraufhin der Fahrer einfach abgehauen war. Der Festgenommene hat keinen Führerschein und stand vermutlich unter dem Einfluss von Drogen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Mann, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, am Mittwoch der Haftrichterin am Amtsgericht Wuppertal vorgeführt. Diese ordnete Untersuchungshaft an. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug. Es wird geprüft, ob der Mann noch weitere Taten begangen hat.

Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Wuppertal – zur Originalmeldung

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