Worms setzt auf Digitalisierung und neue Touristen-Angebote
In Worms (Rheinland-Pfalz) läuft die Tourismus-Saison auf Hochtouren. Die Tourist Information gibt nun einen Einblick, was hinter den Kulissen passiert. Es geht dabei um mehr als nur den Verkauf von Tickets. Rund 240 öffentliche Führungen werden im Jahr angeboten, wobei über 40 Gästeführer im Einsatz sind. Besonders beliebt ist der sogenannte Dreisprung aus dem Dom St. Peter, dem jüdischen Friedhof „Heiliger Sand“ und dem Reformationsdenkmal.
Die Stadt will Geschichte greifbarer machen. So wurde aus einem kostenlosen Angebot die Führung „Zeitreise durch die Altstadt“. Hier stehen nicht trockene Jahreszahlen im Vordergrund, sondern der Alltag der Menschen von früher und versteckte Gassen. Um das Team aufzubauen, haben im letzten Jahr 15 neue Gästeführer ihre Ausbildung zusammen mit der Volkshochschule Worms abgeschlossen.
Ein großer Schritt in die Zukunft ist die Digitalisierung. Seit April 2026 gibt es einen digitalen Erlebnisshop. Dort können Gäste Stadt- und Weinführungen, Weinproben oder Konzerte direkt online buchen. Das hilft vor allem kleinen Anbietern, da ihre Angebote nun auch über Plattformen wie Google oder GetYourGuide sichtbar werden. Auch auf Instagram versucht die Stadt, jüngere Leute zu erreichen. Der Kanal „Touristik Worms“ hat bereits über 9.000 Follower und zeigt die Stadt in kurzen Videos.
Auch beim Merchandising gibt es neue Ideen. Neben Kleidung gibt es das Plüschtier „Wormel“. Künftig sollen auch regionale Genussprodukte ins Sortiment kommen, damit Besucher ein Stück Worms mit nach Hause nehmen können.
Für die Zukunft wird bereits geplant. Das alte Tourismuskonzept aus dem Jahr 2019 ist Ende 2025 ausgelaufen. Jetzt wird an einer neuen Strategie gearbeitet, die eng mit der Region Rheinhessen verknüpft ist. Bis Anfang September soll entschieden werden, wer den Zuschlag für die Umsetzung bekommt.
Die aktuelle Saison bringt jedoch auch Probleme. Niedrigwasser im Rhein führt dazu, dass Flusskreuzfahrtschiffe Worms nicht anlaufen können, wodurch geplante Führungen ausfallen. Zudem sparen viele Menschen wegen der wirtschaftlichen Lage eher beim Urlaub. Positiv verliefen hingegen die Nibelungen-Festspiele, die für volle Hotels und Restaurants sorgten.
Quelle: Worms – zur Originalmeldung