Worms: Museum zeigt historische Schätze im Andreasstift
Im Museum im Andreasstift in Worms (Rheinland-Pfalz) gibt es eine besondere Aktion. Unter dem Namen „Worms Stück für Stück“ präsentiert das Haus jeden Monat ein anderes Objekt, das eine eigene Geschichte erzählt. Die Auswahl reicht von der Steinzeit bis in die Neuzeit.
Besucher können dort zum Beispiel Keramiken aus der Jungsteinzeit sehen, die zeigen, wie die Menschen sesshaft wurden. Auch Schmuck aus Muscheln und Zähnen sowie ein prunkvolles Beil aus Jadeit sind Teil der Schau. Aus der römischen Zeit gibt es unter anderem einen Reitergrabstein des Soldaten Quintus Carminius Ingenuus und sogenannte Gesichtskrüge, die direkt in Worms hergestellt wurden.
Besonders kurios ist ein Fund aus dem Jahr 2010: Ein Katzenschwanz aus dem Mittelalter, der im Mörtel des Nordturms der Andreaskirche steckte. Solche „Bauopfer“ sollten früher böse Geister fernhalten. Auch ein Modell des Wagens, in dem Martin Luther 1521 die Stadt verließ, gehört zu den Highlights der Sammlung.
Neben den Einzelstücken gibt es im Museum auch eine Dauerausstellung und Sonderausstellungen, wie etwa zur Bauernschlacht von Pfeddersheim. Wer es selbst ausprobieren will, kann an einer Bastelstation eigene Armbänder im Stil der Steinzeit herstellen.
Die einzelnen Objekte werden jeweils für einen Monat in den Wechselvitrinen oder speziellen Abteilungen des Museums gezeigt. Weitere Informationen zum Programm und den Öffnungszeiten finden Interessierte direkt beim Museum im Andreasstift.
Quelle: Worms – zur Originalmeldung