Worms: Bürgermeisterin besucht Spieleverlag Kalypso Media
Von außen sieht das Gebäude in der Wilhelm-Leuschner-Straße in Worms (Rheinland-Pfalz) eher unauffällig aus. Doch im Inneren sitzt ein Schwergewicht der Gaming-Branche: die Zentrale der Kalypso Media Group. Bürgermeisterin Stephanie Lohr sowie Vertreter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (wfg) besuchten das Unternehmen, um einen Einblick in die Arbeit des Verlags zu bekommen.
Die Geschäftsführerin Dr. Anika Thun und die Kommunikationschefin Dr. Bettina Albert empfingen die Gäste. Kalypso ist ein internationaler Player mit fünf Standorten in Deutschland und Büros in den USA, Großbritannien und Japan. Rund 170 Mitarbeiter arbeiten dort an etwa 50 verschiedenen Marken. Bekannt ist das Unternehmen vor allem für Strategie- und Simulationsspiele wie „Tropico“, „Dungeons“, „Railway Empire“ und „Commandos“. In diesem Sommer feiert die Firma ihr 20-jähriges Bestehen.
Im Gespräch wurde deutlich, dass das Unternehmen sehr stabil läuft. Es gibt kaum Personalwechsel, und wenn Stellen frei werden, sucht man weltweit nach den passenden Leuten. Auch das Thema Künstliche Intelligenz kam zur Sprache. Laut Thun hilft die KI zwar bei der Arbeit und ist in vielen Werkzeugen bereits eingebaut, aber sie könne komplexe Programmierungen nicht ersetzen.
Ein besonderes Merkmal der Wormser Zentrale ist der hohe Frauenanteil, vor allem in den Chefetagen. Das ist in der Spielebranche nach wie vor selten. Zudem arbeitet Kalypso eng mit großen Namen wie Sony, Microsoft, Nintendo, Amazon, Steam und Google zusammen.
Die Bürgermeisterin nutzte den Termin auch, um über die Bedingungen für Firmen in Deutschland zu sprechen. Trotz der schwierigen Haushaltslage der Stadt möchte sie Gewerbesteuererhöhungen nach Möglichkeit vermeiden. So soll Worms als Standort für Unternehmen attraktiv bleiben.
Zusätzlich zeigte sich Lohr beeindruckt davon, dass Anika Thun derzeit in einer Jury des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sitzt. Dort geht es beim Innovationsprogramm IGP darum, die Wirtschaftskraft und Lebensqualität in Städten und auf dem Land zu verbessern.
Quelle: Worms – zur Originalmeldung