Wolpertswende: Neue Regeln für schnelleren Wohnungsbau
Wer in Wolpertswende (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg) oder Fronreute bauen oder erweitern will, hat es künftig leichter. Die Verwaltung nutzt ein neues Gesetz der Bundesregierung, den sogenannten „Bau-Turbo“. Damit können viele bisherige Vorgaben des Baugesetzbuches lockerer gehandhabt werden, um schneller neuen Wohnraum zu schaffen.
Die Gemeinde hat dafür nun klare Leitplanken aufgestellt. Das soll verhindern, dass der dörfliche Charakter der Orte verloren geht oder die Straßen und Kindergärten überlastet werden. Trotz der neuen Lockerungen bleiben es Einzelfallentscheidungen. Das bedeutet: Die Verwaltung prüft jedes Projekt einzeln, kann aber nun flexibler entscheiden.
Innerhalb von Bebauungsplänen gibt es nun konkrete Möglichkeiten für Abweichungen. So kann die Firsthöhe zum Beispiel um bis zu einen Meter angehoben werden. Auch Dachaufbauten oder Zwerghäuser sind unter bestimmten Bedingungen einfacher möglich. Wer sein Haus erweitern will, kann unter Umständen auch die Baugrenzen leicht überschreiten oder eine zusätzliche Wohneinheit einbauen.
Auch im sogenannten Außenbereich gibt es neue Chancen. Wenn ein altes Gebäude an der richtigen Stelle durch ein neues Wohnhaus ersetzt wird, ist das nun grundsätzlich leichter möglich. Das neue Haus darf dabei sogar um 25 Prozent größer sein als das alte. Wichtig ist hier, dass pro Hofstelle maximal fünf Wohneinheiten entstehen.
Ein wichtiger Punkt bleibt der Parkplatznachweis: Wer neue Wohnungen schafft oder große Wohnungen aufteilt, muss nachweisen, dass genügend Stellplätze auf dem eigenen Grundstück vorhanden sind.
Die Verwaltung rät allen Bauherren und Planern, sich vor der eigentlichen Antragstellung beraten zu lassen. Ansprechpartner für die Details sind Rüdiger Liche (Telefon 07502 96800-40) und Jana Lagoda (Telefon 07502 96800-41) im Dienstsitz in der Kirchstraße 11 in Fronreute.