Wolfsburg: Medikamente in Knoblauch-Tüten versteckt
Alles begann am 23. Juli 2026 in Wolfsburg (Niedersachsen). Eine Frau wollte dort eine Geschenksendung aus Thailand abholen. Die Zollbeamten fragten sie, ob sie wisse, was in dem Paket sei und ob sich darin Medikamente oder Lebensmittel befänden. Die Frau verneinte dies.
Schon beim ersten Blick in das Paket stutzten die Beamten. Sie fanden verschiedene Lebensmittel und eine Zahnpaste, die wie ein Medikament aussah. Da solche Mittel oft nicht einfach importiert werden dürfen, behielten die Beamten die Ware ein. Sie schickten die Frau erst einmal nach Hause und ließen die Paste vom Gewerbeaufsichtsamt prüfen.
Ein paar Tage später, am 27. Juli, schauten die Beamten noch einmal ganz genau hin. Sie öffneten die gesamte Sendung erneut. Dabei entdeckten sie eine Menge versteckter Tabletten. Die Schmuggler hatten die Medikamente geschickt getarnt: Einige Blister waren in Kaffeepackungen versteckt, deren Böden wieder zugeklebt worden waren. Andere Tabletten befanden sich in Kleidungsstücken oder waren zwischen Tüten mit frittiertem Knoblauch eingeklemmt. Manche Packungen waren an der Rückseite einfach mit den Medikamenten verklebt.
Das Gewerbeaufsichtsamt bestätigte später, dass es sich tatsächlich um Arzneimittel handelte. Einige davon sind verschreibungspflichtig und dürfen nicht einfach so ins Land gebracht werden. Insgesamt fanden die Beamten 106 Blister mit insgesamt 760 Tabletten.
Die Frau, die das Paket empfangen sollte, muss nun mit einem Strafverfahren rechnen. Der Vorfall wurde an das Hauptzollamt Braunschweig (Niedersachsen) übergeben. Ob und inwieweit sich die Frau strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.