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Wolfsburg: Betrüger stehlen Senioren über 100.000 Euro

In Wolfsburg haben Telefonbetrüger zwei Senioren mit perfiden Lügen ausgetrickst. Die Täter kamen an hohe Geldbeträge und Wertgegenstände

Zwei Male innerhalb kurzer Zeit haben Betrüger in Wolfsburg (Niedersachsen) ältere Menschen ausgenommen. Die Masche war immer gleich: Die Täter riefen an und erzählten eine dramatische Geschichte über kranke Angehörige, um die Opfer in Panik zu versetzen.

Am Montag, den 3. August, passierte es zuerst bei einem 85-jährigen Mann. Gegen Mittag rief ein Unbekannter an und gab vor, sein Sohn zu sein. Er behauptete, schwer krank zu sein. Nur ein teurer Arzt könne ihm helfen, doch das Geld fehle. Der Vater wollte seinem Sohn sofort helfen. Dann sagte der Anrufer, dass eine Mitarbeiterin des Arztes die Bezahlung und weitere Wertgegenstände direkt abholen würde, damit die Behandlung starten könne. Eine Frau kam wenig später vorbei, nahm das Geld und die Sachen entgegen und verschwand. Erst als das Telefonat beendet war, merkte der Senior, dass etwas nicht stimmte. Er sprach mit seiner Familie und stellte fest: Alles war eine Lüge. Der finanzielle Schaden liegt bei gut 50.000 Euro, davon waren knapp 12.000 Euro in bar.

Nur einen Tag später, am Dienstag, den 4. August, traf die Masche eine 76-jährige Rentnerin. Zwischen 14 Uhr und 15 Uhr riefen sich Betrüger als Ärzte aus. Sie erzählten der Frau, ihre Tochter sei schwer erkrankt und bräuchte dringend teure Medikamente. Über eine Stunde lang hielten die Täter die Frau am Telefon. Sie machten massiven Druck, damit sie keine Zeit zum Nachdenken hatte. Die Rentnerin suchte schnell ihr Bargeld und ihre Wertsachen im Haus zusammen. Kurz darauf tauchte ein Mann an ihrer Haustür auf und nahm die Beute entgegen. Auch hier kam der Betrug erst durch ein Gespräch mit der Familie ans Licht. Die Täter erbeuteten knapp 60.000 Euro.

Die Polizei warnt nun eindringlich vor solchen Schockanrufen. Die Betrüger geben sich oft als Ärzte, Polizisten oder Bankmitarbeiter aus. Sie halten die Opfer oft absichtlich in der Leitung, damit diese nicht mit anderen sprechen können. Die Beamten raten: Sofort auflegen, wenn ein Anruf verdächtig wirkt. Man sollte die Angehörigen dann über eine bekannte Nummer selbst anrufen oder die 110 wählen. Wertgegenstände dürfen niemals an Fremde übergeben werden.

Wer hat die Taten begangen, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizei Wolfsburg – zur Originalmeldung

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