Wittenberge: Preis für Projekt Marthas Tisch
In Wittenberge (Landkreis Prignitz, Brandenburg) gab es am 24. August 2026 einen Grund zum Feiern. Im frisch sanierten Mitropasaal des Bahnhofs wurden die Gewinner des Landesintegrationspreises Brandenburg bekannt gegeben. Integrationsminister René Wilke und die Landesintegrationsbeauftragte Diana Gonzalez Olivo überreichten die Auszeichnungen.
Das Projekt „Marthas Tisch – fair zusammen“ aus Wittenberge konnte sich gegen mehr als 30 Bewerbungen durchsetzen. Es ist ein offener Treffpunkt, der von der Evangelischen Kirchengemeinde Wittenberge getragen wird. Dort gibt es Kochabende, gemeinsame Frühstücke und Spieleachmittage. Das Besondere: Menschen mit Migrationshintergrund oder Einschränkungen helfen dort selbst mit. Sie organisieren Dinge oder leiten Projekte. Sogar ein Sprachclub für Menschen über 60 Jahre gibt es, damit auch Ältere ihr Deutsch verbessern können, wenn sie keine normalen Kurse besuchen können.
Insgesamt vier Preisträger wurden geehrt. Neben dem Projekt aus Wittenberge gewannen der Verein ESCALA e.V. aus Potsdam mit dem Projekt KARAWANSEREI sowie Gideon Gichiri Githua aus Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) und Wolfgang Frick aus Eberswalde (Barnim). Annette Flade nahm den Preis für das Wittenberger Projekt entgegen. Die Beigeordnete Maria Hansen vertrat bei der Feier den Landrat Christian Müller.
Der Preis wird seit 2008 verliehen, um Menschen und Vereine zu ehren, die sich stark für die Integration in Brandenburg einsetzen. Die Jury achtet dabei vor allem auf Kreativität und wie nachhaltig die Projekte wirken. In diesem Jahr gibt es für die Gewinner eine Geldsumme von 6.000 Euro.