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Witten saniert Saalbau mit Millionen aus Europa

Copyright und Urheber siehe Witten

Das Kulturforum in Witten bekommt 6,3 Millionen Euro Förderung. Damit soll der über 50 Jahre alte Saalbau energetisch auf Vordermann gebracht werden.

Der Saalbau in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen) bekommt ein riesiges Update. Am Mittwoch, den 2. September, hat Regierungspräsident Heinrich Böckelühr den Förderbescheid offiziell übergeben. Insgesamt fließen 6,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in das Projekt. Das Kulturforum investiert insgesamt rund acht Millionen Euro netto, um das Gebäude fit für die Zukunft zu machen.

Das Gebäude aus den 1970er-Jahren ist ein wichtiger Treffpunkt in der Region. Jedes Jahr kommen rund 70.000 Menschen in den Saalbau, um Konzerte, Theaterstücke oder Ausstellungen zu besuchen. Doch die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen: Die Technik ist veraltet und das Haus frisst zu viel Energie. Deshalb will die Stadt nun massiv in den Klimaschutz investieren.

Die Pläne für die Sanierung sind konkret. Die Fassade wird gedämmt, wobei das besondere Aussehen des Gebäudes erhalten bleiben soll. Die alten Fenster und Lichtkuppeln, besonders die großen Glasfronten am Eingang, werden gegen moderne, energiesparende Modelle ausgetauscht. Der größte Schritt ist jedoch der Heizungswechsel: Die alten Brennkessel fliegen raus und machen Platz für Wärmepumpen. Diese werden mit Ökostrom der Stadtwerke Witten betrieben, sodass die Wärme künftig aus erneuerbaren Energien kommt.

Die Lüftungsanlage wird vorerst nur repariert, eine komplette Erneuerung ist erst für später geplant. Das Ziel ist ambitioniert: Der Primärenergiebedarf soll um 50 Prozent sinken und die CO₂-Emissionen um 40 Prozent reduziert werden.

Bürgermeister Dirk Leistner und die Vorständin des Kulturforums, Jasmin Vogel, betonen, dass der Saalbau ein zentraler Ort für das gesellschaftliche Leben in Witten ist. Durch die Sanierung soll sichergestellt werden, dass das Haus auch für kommende Generationen als demokratischer Begegnungsort erhalten bleibt.

Quelle: Witten – zur Originalmeldung

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