Witten: Attrappe von Sprengsatz an Tankstelle hinterlassen
Es war kurz nach zwei Uhr in der Nacht am Sonntag, den 9. August. An der Tankstelle in der Dortmunder Straße 8 in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen) bemerkte die 27-jährige Angestellte einen Rucksack. Ein Mann hatte die Tasche einfach im Verkaufsraum zurückgelassen.
Als die Frau in den Rucksack schaute, erschrak sie. Sie entdeckte darin einen Gegenstand, der mit Kabeln versehen war und wie eine Bombe aussah. Sie informierte sofort die Polizei Bochum.
Die Beamten handelten schnell und sperrten das gesamte Gelände der Tankstelle großräumig ab. Damit sollte niemand in die Nähe des verdächtigen Pakets kommen. Dann kamen Sprengstoffexperten vom LKA dazu. Die Fachleute untersuchten den Rucksack genau und konnten die Menschen beruhigen: Es bestand keine Gefahr. Bei dem Ding handelte es sich lediglich um eine Attrappe eines Sprengsatzes.
Die Polizei suchte sofort nach dem Mann, der den Rucksack dort platziert hatte. Schon kurz darauf fanden die Beamten einen 33-jährigen Mann aus Witten an der Tankstelle. Der Mann ist bereits polizeibekannt. Die Polizisten nahmen ihn vorläufig fest.
Erst gegen 6.30 Uhr gaben die Einsatzkräfte die Absperrungen wieder frei und der normale Betrieb konnte zurückkehren. Warum der Mann die Attrappe an der Tankstelle zurückgelassen hat, ist noch nicht klar. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.