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Winnenden plant Parkgebühren für die Innenstadt

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Ab 2027 könnte das Parken in der Innenstadt von Winnenden Geld kosten. Der Gemeinderat diskutiert derzeit über ein neues Konzept für die Parkhäuser und den Bahnhof.

Bisher können Besucher in Winnenden (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg) in weiten Teilen der Innenstadt zwei Stunden lang kostenlos parken. Das funktioniert über das sogenannte „Winnender Modell“: Lokale Unternehmen zahlen jährlich rund 25.000 Euro, damit die Parkplätze für die Allgemeinheit gratis bleiben. Wer jedoch länger als 120 Minuten bleibt, findet aktuell keine Möglichkeit, die Parkzeit zu verlängern.

Das soll sich ändern. Die Verwaltung hat im Gemeinderat einen Vorschlag präsentiert: Ab dem Jahr 2027 sollen in den drei Parkhäusern der Innenstadt erstmals Gebühren erhoben werden. Die ersten 90 Minuten bleiben zwar weiterhin kostenlos, aber danach kostet jede weitere halbe Stunde einen Euro. Bezahlen soll es einfach gehen, etwa über digitale Kennzeichenerkennung oder die klassischen Automaten. Später will die Stadt dieses System eventuell auf weitere Flächen ausweiten, wie zum Beispiel auf den Holzmarkt.

Die Stadt argumentiert, dass man damit günstiger als in Waiblingen oder Backnang bleibe. Zudem will man die hohen Kosten für die Parkhäuser senken, die den städtischen Haushalt jedes Jahr um etwa 550.000 Euro belasten.

Auch am Bahnhof in Winnenden sollen die Preise steigen. Ab dem 1. Januar 2027 soll ein Tagesticket dort zwei Euro kosten. Die Preise für Monats- und Halbjahrestickets werden ebenfalls angepasst, um sie an das Niveau der Nachbarstädte anzupassen.

Nicht alle sind jedoch voll auf einer Linie. Der Verein Attraktives Winnenden (VAW) sieht den Plan grundsätzlich positiv, weil so das Dauerparken verhindert und mehr Plätze für Kunden frei werden. Der Verein schlägt aber vor, die Gebühren am Abend zwischen 18 und 0 Uhr ganz wegzulassen. So sollen Gäste von Restaurants oder Kulturveranstaltungen nicht abgeschreckt werden.

Bevor der Gemeinderat im Oktober endgültig entscheidet, will die Stadt wissen, was die Menschen denken. Bürger können ihre Meinung bis zum 13. September per E-Mail an [email protected] schicken. Auch der Verband der Selbstständigen darf sich noch äußern.

Quelle: Winnenden – zur Originalmeldung

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