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Winnenden: Gratis-Parken und Markt bleiben Trumpf

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Zwei Studien zeigen, was in der Winnender Innenstadt läuft und wo es hakt. Während das Parkmodell beliebt ist, fordern Bürger und Händler mehr Grün und Schatten.

Die Innenstadt von Winnenden (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg) wird von Besuchern und Geschäftsleuten grundsätzlich positiv gesehen. Das geht aus zwei Analysen hervor: einer Befragung der IHK Region Stuttgart und einem Bericht der Hochschule Heilbronn. Insgesamt gaben die Passanten dem Stadtzentrum die Note 2,44.

Besonders beliebt ist der traditionelle Wochenmarkt. Fast alle Befragten bewerteten ihn mit einer Zwei oder besser. Er ist für viele der wichtigste Grund, überhaupt in die Stadt zu kommen. Auch das Fachwerk-Flair und die Fußgängerzone kommen gut an.

Ein riesiger Pluspunkt ist laut den Studien das sogenannte „Winnender Modell“. Hier können Autofahrer bis zu 120 Minuten kostenlos parken. Das ist für viele entscheidend: 75 Prozent der Besucher sagen, dass dieses Angebot sie direkt dazu bewegt, in der Innenstadt einzukaufen. Auch die Unternehmer fordern, dass dieses System unbedingt beibehalten wird, da es die Kunden in die Stadt lockt.

Aber es gibt auch Kritik. Viele Menschen finden, dass man in der Stadt zu wenig Zeit verbringen kann. 40 Prozent der Passanten wünschen sich mehr Bänke und Schatten. Auch die Auswahl an Cafés, Bars und Abendangeboten wird als zu gering empfunden. Die örtlichen Betriebe sehen das ähnlich: Für sie ist die mangelnde Aufenthaltsqualität neben dem Leerstand eines der größten Probleme für die Zukunft.

Ann Kristin Fischer vom Stadtmarketingverein „Attraktives Winnenden“ betont, dass Investitionen in Begrünung und Beschattung nun wichtig sind, um das Zentrum lebendig zu halten.

Nun geht es an die Umsetzung. Der Gemeinderat wird in der nächsten Sitzung darüber entscheiden, ob eine digitale Parkraumverwaltung eingeführt wird. Das Ziel ist, dass das kostenlose Parken bleibt, aber ein Parken über die Gratis-Zeit hinaus überhaupt erst möglich wird. Bisher werden die ersten 90 kostenfreien Minuten durch Sponsoren mit rund 25.000 Euro pro Jahr finanziert.

Quelle: Winnenden – zur Originalmeldung

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