Windeck: Experten warnen vor neuen Sicherheitsrisiken
Am Mittwochabend, dem 2. September, war im Bürger- und Kulturzentrum kabelmetal in Windeck (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) viel los. Die Gemeinde hatte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, weil die Sicherheitslage weltweit und auch in Deutschland schwieriger geworden ist. Themen waren unter anderem Extremwetter, mögliche Stromausfälle, Cyberangriffe und Sabotage. Auch die jüngsten Anschläge in Leipzig und Bergheim machten das Thema aktuell.
Auf dem Podium saßen Bürgermeisterin Alexandra Gauß, die Landtagsabgeordneten Dr. Julia Höller (Grüne) und Björn Franken (CDU) sowie Oberstleutnant Stefan Quandt. Zuvor gab es eine Videobotschaft von Staatssekretär Sebastian Hartmann (SPD), der betonte, dass Bund, Länder und Kommunen gemeinsam den Bevölkerungsschutz stärken müssen.
Besonders die Worte von Oberstleutnant Quandt blieben hängen. Er sagte deutlich: „Wir sind nicht im Krieg – aber auch nicht mehr im Frieden“. Damit meinte er, dass Krisen heute oft schleichend beginnen, etwa durch Angriffe auf das Internet oder die Stromversorgung. Er riet den Bürgern, sich selbst vorzubereiten. Konkret hieß das: Man sollte Lebensmittelvorräte anlegen und Bargeld in kleinen Scheinen zu Hause haben. Wenn Strom, Internet oder das Handy ausfallen, müsse jeder eine Zeit lang alleine zurechtkommen.
Bürgermeisterin Gauß erklärte, dass die Gemeinde Windeck bereits viel Geld investiert hat. Seit 2022 flossen über neun Millionen Euro in den Schutz der Bürger. Das Geld ging unter anderem in eine bessere Notstromversorgung, neue Sirenen und ein neues Feuerwehrgerätehaus inklusive Fahrzeugen. Zudem gibt es sogenannte Leuchttürme, die im Alarmfall als zentrale Anlaufstellen für die Menschen dienen.
Die Gemeinde betont, dass Vorsorge keine Panikmache sei, sondern Verantwortung für die Gemeinschaft. Wer mehr wissen will, kann auf der Homepage der Gemeinde unter https://gemeinde-windeck.de/vorbereitung-auf-gefahren/ nachlesen. Im Rathaus gibt es zudem einen kostenlosen Ratgeber zum Thema Krisenvorsorge.
Quelle: Windeck – zur Originalmeldung