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Wilhelmshaven: Betrüger nutzen gefälschte Sicherheitsprüfungen im Netz

Cyberkriminelle locken Nutzer mit täuschend echten CAPTCHA-Seiten in die Falle. Wer den Anweisungen folgt, installiert sich selbst Schadsoftware auf dem Rechner.

Viele Internetnutzer kennen die CAPTCHA-Abfragen. Das sind diese kleinen Aufgaben oder Häkchen, mit denen man beweist, dass man ein Mensch und kein Computerprogramm ist. Genau dieses Vertrauen nutzen Betrüger nun aus, wie die Polizei aus Wilhelmshaven (Niedersachsen) warnt.

Die Masche funktioniert so: Die Opfer klicken zum Beispiel auf einen Link in einer E-Mail oder besuchen eine Webseite. Dort landen sie auf einer Seite, die wie eine normale Sicherheitsprüfung aussieht. Zuerst wirkt alles ganz gewöhnlich. Doch dann ändert sich die Situation.

Plötzlich fordert die Seite den Nutzer auf, bestimmte Tastenkombinationen zu drücken. Die Betrüger verlangen, dass ein kopierter Text in ein Fenster am Computer eingefügt und dort ausgeführt wird. Oft behaupten die Täter, die automatische Prüfung sei fehlgeschlagen. Deshalb müsse man die Verifizierung nun manuell machen.

Das ist die Falle. Wer diese Anweisungen befolgt, führt unbemerkt einen schädlichen Befehl auf seinem eigenen Computer aus. Dadurch können Schadprogramme installiert werden. Die Kriminellen können dann Passwörter stehlen oder private Zugangsdaten ausspähen.

Die Polizei gibt deshalb wichtige Tipps: Eine echte CAPTCHA-Prüfung findet immer nur innerhalb des Browsers statt. Sie verlangt niemals, dass man die Windows-Ausführen-Funktion nutzt oder Befehle in Systemfenster kopiert. Werden solche ungewöhnlichen Dinge gefordert, sollte man die Webseite sofort schließen und den Vorgang abbrechen.

Die Ermittlungen zu dieser Betrugsmasche dauern an.

Quelle: Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland – zur Originalmeldung

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