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Wiesbaden: Polizei und Journalisten wollen Zusammenarbeit verbessern

Nach Streit bei Demos in Gießen suchen die Polizei und der Journalistenverband nun den Dialog. Ziel ist es, dass Reporter künftig ungehinderter arbeiten können.

Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Presse in Hessen soll besser werden. Das haben das Hessische Polizeipräsidium Einsatz (HPE) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) Hessen in einer gemeinsamen Mitteilung aus Wiesbaden (Hessen) bekannt gegeben. Auslöser für die Gespräche war Kritik an einem Einsatz Ende November 2025. Damals gab es große Demonstrationen gegen die Neugründung der AfD-Jugend in Gießen.

Der Journalistenverband hatte bemängelt, wie mit den Reportern vor Ort umgegangen wurde. Es gab Probleme beim Zutritt zu bestimmten Bereichen und beim Umgang mit den Presseausweisen. Zwar läuft die Zusammenarbeit laut DJV meistens gut, aber genau an diesen Punkten gibt es jetzt Verbesserungsbedarf.

Unter dem Motto „Besser verstehen“ wollen beide Seiten nun an einer Lösung arbeiten. Damit die Polizisten wissen, worauf es bei der Pressefreiheit ankommt, gibt es ein neues digitales Fortbildungsprogramm. Das richtet sich vor allem an die Bereitschaftspolizei. Die Beamten sollen dort praxisnah lernen, wie sie mit Medienschaffenden umgehen müssen. Später soll diese Schulung auf die gesamte Polizei in Hessen ausgeweitet werden.

Zusätzlich bekommen die Einsatzkräfte einen digitalen Flyer auf ihre Dienst-Smartphones. Dort stehen die wichtigsten Infos kurz und knapp zusammengefasst, damit es im Stress eines Einsatzes nicht zu Missverständnissen kommt. Auch Reporter wirken direkt an Ausbildungen mit und halten Vorträge vor den Polizisten.

Innenminister Roman Poseck und Polizeidirektor Tobias Meier betonten, dass eine freie Berichterstattung wichtig für die Demokratie sei. Die beiden Organisationen haben vereinbart, den Austausch auch in Zukunft aktiv weiterzuführen.

Quelle: Hessisches Polizeipräsidium Einsatz – zur Originalmeldung

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