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Wetzlar und Solms beantragen Finanzhilfe nach Unwettern

Geldscheine, Geld Foto:  BatmanV/shutterstock.com

Nach den schweren Sturmschäden vom 20. August hoffen viele Betroffene im Lahn-Dill-Kreis auf staatliche Unterstützung. Der Kreis hat nun beim Land Hessen eine Finanzhilfeaktion beantragt.

In der Nacht zum 20. August fegte ein schweres Unwetter über die Region. Besonders hart traf es die Menschen in Wetzlar-Münchholzhausen (Lahn-Dill-Kreis, Hessen) und Solms-Oberndorf. Dort sorgten Sturm und Tornadoerscheinungen für große Zerstörungen. Dächer wurden einfach abgedeckt, Fenster und Fassaden zertrümmert. Viele Bäume stürzten auf Grundstücke und Gebäude. In einigen Fällen sind die Häuser derzeit gar nicht mehr bewohnbar, weil sogar Einsturzgefahr besteht.

Die Aufräumarbeiten laufen zwar auf Hochtouren, aber die Schäden sind noch lange nicht beseitigt. Für viele Hausbesitzer entstehen jetzt riesige Kosten. Dächer müssen schnell gesichert und Wohnungen wieder bewohnbar gemacht werden. Oft müssen die Betroffenen sogar vorübergehend anderswo unterkommen. Da Versicherungen nicht immer alles bezahlen oder die Schäden nicht vollständig abdecken, geraten viele Familien finanziell unter Druck.

Deshalb haben der Lahn-Dill-Kreis, die Stadt Wetzlar und die Stadt Solms gemeinsam gehandelt. Der Kreis hat beim Land Hessen einen Antrag auf eine Finanzhilfeaktion gestellt. Damit soll der Weg für staatliche Gelder geöffnet werden. Der Kreistag soll diesem Vorgehen voraussichtlich am 31. August zustimmen.

Wichtig für die Betroffenen: Der Lahn-Dill-Kreis stellt zwar den Antrag, aber er verteilt das Geld nicht selbst. Das Land Hessen entscheidet am Ende, ob es die Hilfe genehmigt, wer genau Geld bekommt und wie hoch die Summen ausfallen. Landrat Carsten Braun betont, dass es für viele Menschen um die Sicherung ihres Zuhauses geht.

Wie hoch der Gesamtschaden ist, weiß man aktuell noch nicht genau. Die Kommunen und Versicherungen nehmen die Schäden immer noch auf. Bisher ist klar, dass zahlreiche private Haushalte massiv betroffen sind. Die Städte Wetzlar und Solms haben bereits erste Listen mit den Schadenstellen aus den Tagebüchern der Retter erstellt.

Ob und wann die Finanzhilfe tatsächlich fließt, ist momentan noch offen. Der Antrag ist erst einmal die Voraussetzung, damit das Land Hessen überhaupt prüfen kann, welche Unterstützung möglich ist.

Quelle: Wetzlar – zur Originalmeldung

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