Wetzlar eröffnet teuersten städtischen Neubau aller Zeiten
Am Samstag, den 15. August 2026, wurde der neue Feuerwehrhauptstützpunkt in Wetzlar (Hessen) offiziell eingeweiht. Rund 300 Gäste, darunter Politiker aus Stadt und Kreis sowie Nachbarn, feierten den Tag. Gegen 10:55 Uhr rollte eine Flotte von etwa zwölf Feuerwehrfahrzeugen mit eingeschalteten Sondersignalen in die neuen Hallen. Kurz nach 12:00 Uhr übergab die Generalplanerin Simone Mattedi die Schlüssel an Feuerwehrleiter Erwin Strunk und den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt, Manuel Rompf.
Das neue Gebäude an der Ernst-Leitz-Straße ist gewaltig. Der dreistöckige Bau ist markant „geknickt“ und bietet auf 7.418 Quadratmetern Platz für insgesamt 140 Einsatzkräfte, sowohl hauptamtliche als auch freiwillige. Damit die Retter schnellstmöglich ausrücken können, gibt es im Haus die traditionellen Rutschschächte aus den oberen Stockwerken.
Für die Ausbildung gibt es im Obergeschoss eine Atemschutzübungsstrecke für den gesamten Lahn-Dill-Kreis und einen 22 Meter hohen Übungsturm. Insgesamt stehen 22 Hallen für die Fahrzeuge bereit. Außerdem gibt es Werkstätten, Büros, Fitnessbereiche, Schulungsräume und die städtische Kleiderkammer. Ein historisches Feuerwehrfahrzeug auf dem Gelände erinnert an die Geschichte der Wetzlarer Feuerwehr.
Der Neubau entstand an der Stelle des alten Gebäudes von 1982, das so marode war, dass es abgerissen werden musste. Die Kosten für das Projekt sind mit rund 35 Millionen Euro extrem hoch. Damit ist es das teuerste städtische Hochbauprojekt, das Wetzlar je gestemmt hat. Das Land Hessen hat 1,5 Millionen Euro zur Förderung beigesteuert.
Oberbürgermeister Manfred Wagner sieht die Feuerwehr nun besser auf die Zukunft vorbereitet, etwa für häufigere Einsätze bei schweren Unwettern. Auch Staatssekretär Martin Rößler vom hessischen Innenministerium sprach Glückwünsche zur Eröffnung aus.
Quelle: Wetzlar – zur Originalmeldung