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Westpfalz: Polizei zeigt Sicht aus Kinderaugen

Mit einem speziellen Rohr will die Polizei Erwachsenen zeigen, wie gefährlich der Straßenverkehr für Kinder sein kann.

Was für einen Erwachsenen völlig übersichtlich ist, sieht ein Kind oft ganz anders. Um das zu verdeutlichen, hat die Polizei in der Westpfalz ein sogenanntes Tiefsehrohr angeschafft. Das Gerät funktioniert wie ein Periskop mit Spiegeln. Es verschiebt die Sicht eines Erwachsenen nach unten, sodass man die Welt auf der Augenhöhe eines Kindes sieht.

Dabei passiert mehr als nur ein Wechsel der Höhe. Das Sichtfeld wird durch das Rohr eingeschränkt. Besonders an Stellen mit parkenden Autos, Hecken oder Mülltonnen wird der Unterschied klar. Während Erwachsene einfach darüber hinwegsehen, versperren diese Dinge einem Kind die Sicht. Auch Autos wirken aus dieser Perspektive viel größer, was es schwerer macht, den Verkehr zu überblicken.

Die Polizei will damit Eltern und Erziehern helfen. Sie sollen nicht nur hören, warum Kinder im Verkehr gefährdet sind, sondern es selbst erleben. Erste Erfahrungen zeigen, dass dieser Perspektivwechsel die Leute zum Nachdenken anregt. Wer das Rohr ausprobiert hat, berichtete etwa, dass das Sichtfeld stark eingeschränkt war. Auch Entfernungen und die gesamte Situation im Straßenverkehr wurden anders wahrgenommen.

Wer das Gerät selbst testen möchte, kann das am Samstag, den 29. August 2026, tun. Die Polizei lädt dazu zum Tag der offenen Tür des Präsidiums für Einsatz, Logistik und Technik in Enkenbach (Rheinland-Pfalz) ein. In Zukunft soll das Tiefsehrohr bei geeigneten Veranstaltungen zur Verkehrsprävention eingesetzt werden. Ziel ist es, dass Erwachsene die Gefahren für Kinder besser erkennen und so Unfälle vermeiden.

Quelle: Polizeipräsidium Westpfalz – zur Originalmeldung

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