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Westerwaldkreis setzt Plan für die Zukunft um

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Der Landkreis hat feste Leitlinien für die Entwicklung der Region beschlossen. Es geht dabei um alles von neuen Straßen über Kitaplätze bis hin zum Tourismus.

Im Westerwaldkreis (Rheinland-Pfalz) gibt es einen festen Plan, wie sich die Region in Zukunft entwickeln soll. Bereits im Jahr 2013 startete ein Prozess, um die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Dafür wurde ein Team aus Vertretern der verschiedenen Fraktionen und der Verwaltung gegründet. Nach Gesprächen mit Bürgern und Beratungen in den Gremien hat der Kreistag am 23. Juni 2017 die offiziellen Leitlinien einstimmig beschlossen.

Ein wichtiger Punkt ist die Lage des Kreises zwischen Frankfurt und Köln. Diese Verbindung soll besser genutzt werden. Besonders der ICE-Bahnhof in Montabaur soll als Motor dienen, damit der wirtschaftliche Aufschwung in die gesamte Region getragen wird. Auch beim Straßennetz gibt es Pläne: Die B 255 soll so ausgebaut werden, dass man schneller und ohne Ortsdurchfahrten durchkommt.

Beim Bauen gilt eine klare Regel: Zuerst sollen Lücken innerhalb der Orte geschlossen werden, bevor neue Flächen auf der grünen Wiese versiegelt werden. Das gilt für Wohnungen genauso wie für Gewerbegebiete. Zudem sollen alte Militärflächen, wie Kasernen oder Depots, bevorzugt für Firmen oder die Infrastruktur genutzt werden.

Auch das soziale Miteinander steht im Plan. Der Landkreis will die Kitabetreuung flächendeckend ausbauen und die Pflege für alte Menschen so organisieren, dass sie möglichst zu Hause bleiben können. Für Menschen mit Behinderungen soll das Umfeld barrierefreier werden. Zudem will der Kreis das Ehrenamt stärken, zum Beispiel durch eine Ehrenamtskarte.

In Sachen Wirtschaft setzt der Kreis auf besseres Marketing, um mehr Fachkräfte anzulocken. Ein schnelles Internet ist dabei eine Grundvoraussetzung. Gleichzeitig soll die Natur geschützt werden. Landwirte sollen bei der Modernisierung unterstützt werden, während der Tourismus vor allem für Wanderer und Radfahrer attraktiver werden soll.

Für den Notfall gibt es ebenfalls Vorgaben. Der Brand- und Katastrophenschutz soll seine Ressourcen besser erfassen, um bei Großlagen schneller reagieren zu können. Die Kommunikation mit der Bevölkerung in Krisenzeiten soll dabei moderner werden.

Wer Fragen zum Prozess hat oder Anregungen geben möchte, kann sich an Katharina Schlag unter der Telefonnummer 02602 124-405 oder per E-Mail an [email protected] wenden.

Quelle: Westerwaldkreis – zur Originalmeldung

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