Westerstede: Strohpresse brennt auf Acker
Gegen 19:30 Uhr am 3. August 2026 ging bei der Feuerwehr in Westerstede (Landkreis Ammerland, Niedersachsen) der Alarm ein. Eine Strohpresse stand in Flammen. Schon auf dem Weg zum Einsatzort sahen die Retter eine dunkle Rauchsäule am Himmel. Weil der Qualm weit zog, mussten die Anwohner ihre Fenster und Türen schließen und die Klimaanlagen ausschalten.
Als die ersten Feuerwehrleute aus Hollwege und Westerstede eintrafen, brannte die Maschine bereits komplett. Durch die extreme Trockenheit sprang das Feuer sofort auf die Böschung und den Acker über. Das trockene Stroh wirkte wie Zunder, sodass schnell weitere Verstärkung aus Torsholt, Ocholt-Howiek und Halsbek mit Tanklöschfahrzeugen dazukam.
Der Acker war schwer zugänglich, was die Arbeit erschwerte. Die Feuerwehr musste über 1.000 Meter lange Schlauchleitungen verlegen, um genug Wasser an die Brandstelle zu bekommen. Damit das Feuer nicht weiter wanderte, wurden Schneisen in das Stroh geschlagen. Ein Landwirt half mit einem Grubber, indem er den Boden aufriss. So wurde dem Feuer die Nahrung entzogen und die Flammen konnten gestoppt werden.
Ein besonderes Hilfsmittel war die Plattform „Red Farmer“. Über dieses digitale System konnten die Retter schnell lokale Landwirte finden, die mit schweren Maschinen halfen. Am Ende kümmerten sich Lohnunternehmer mit einem riesigen 18.000-Liter-Fass darum, den Acker komplett zu bewässern, damit keine Glutnester mehr übrig blieben.
Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte im Dienst. Eine Verpflegungsgruppe sorgte bei der Hitze dafür, dass alle genug zu trinken hatten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.