Westerstede: Angeklagter soll 29 Menschen beim Terrassenbau betrogen haben
Ein Mann im Alter von 45 Jahren muss bald vor das Schöffengericht des Amtsgerichts Westerstede (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen). Ihm wird vorgeworfen, als Geschäftsführer der Firma Profi-Terrassen gewerbsmäßig Betrug begangen zu haben. Insgesamt 29 Menschen aus dem Ammerland und den Nachbarkreisen sollen auf seine Masche hereingefallen sein.
Der Angeklagte bot den Kunden die Lieferung und den Einbau von Wintergärten oder Terrassenüberdachungen an. Damit die Kunden einen festen Bautermin bekamen, forderte er Abschlagszahlungen. Diese lagen meist zwischen 30 und 50 Prozent des gesamten Kaufpreises. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg geht jedoch davon aus, dass der Mann nie die Absicht hatte, die Arbeiten tatsächlich auszuführen.
Stattdessen wollte er das Geld einfach für sich behalten. Auf diese Weise habe er sich eine dauerhafte und lukrative Einnahmequelle geschaffen, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Der Zeitraum der Taten lag zwischen dem 2. November 2023 und dem 9. September 2024.
Am 18. August 2026 geht es nun im Saal 1 des Gerichts um die Frage, ob diese Vorwürfe stimmen. Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun das Gericht. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.