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Westerham stellt neue Unterkunft für Geflüchtete fertig

container Copyright und Urheber siehe Feldkirchen-Westerham

In Westerham ist ein moderner Gebäudekomplex für Geflüchtete fertig geworden. Die Gemeinde will vor allem Familien und kranken Menschen einen Platz bieten.

Seit Ende Juni steht die neue Unterkunft in Westerham (Landkreis Rosenheim, Bayern). Kürzlich hat das Landratsamt einen Termin vor Ort organisiert. Gemeinsam mit dem Gemeinderat, dem Ortsrat und Helferkreisen der Asyl- und Ukraine-Hilfe wurde die Anlage besichtigt.

Die Gebäude sind modern und kleinteilig gebaut. Es gibt wohnungsähnliche Einheiten, in denen maximal vier Menschen leben. Meist sind das zwei Zimmer mit einem eigenen Bad. Diese Aufteilung soll besonders Familien sowie Menschen, die krank oder schutzbedürftig sind, entgegenkommen.

Insgesamt bietet die Anlage Platz für bis zu 160 Menschen. Dass die Unterkunft aber nicht komplett voll wird, ist bereits absehbar. Der Grund dafür sind die sinkenden Zuwanderungszahlen der letzten Monate. Stattdessen will man nun Menschen besser verteilen, die schon länger im Land sind und bisher nicht ideal untergebracht waren. Vorrangig sollen sogenannte vulnerable Gruppen und ukrainische Familien mit Kindern einziehen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber die Belegung könnte schon im Laufe des Sommers 2026 starten.

Für den Alltag gibt es einen Plan: Eine Hausverwaltung kümmert sich um die Technik und das Gebäude. Zudem wird es Sicherheitsstreifen geben. Ein Wohlfahrtsverband, wie etwa die Caritas oder die Diakonie, soll die Betreuung unterstützen. Ein eigenes Verwaltungsgebäude steht ebenfalls bereit. Dieses können auch die örtlichen Helferkreise für ihre Treffen und die Unterstützung der Bewohner nutzen.

Damit die Neuankömmlinge gut ankommen, hat die Gemeinde ein Infopaket geschnürt. In einem kleinen Heft finden sie alles Wichtige über Ärzte, Einkaufen, Schulen, Kindergärten und Vereine. Die Texte können in verschiedene Sprachen übersetzt werden. Die Gemeinde rechnet allerdings damit, dass Angebote wie die Tafel nun mehr gefragt sind. Deshalb wird man bereits mit den Helfern vor Ort an Lösungen arbeiten. Auch Schulen und Kindergärten sind in die Planung eingebunden.

Ein rechtlicher Punkt ist noch ungeklärt: Die Gemeinde wartet auf einen Termin vor dem Verwaltungsgericht. Dabei geht es darum, wie lange die Anlage insgesamt genutzt werden darf. Weitere Details dazu stehen auf der Homepage der Gemeinde.

Quelle: Feldkirchen-Westerham – zur Originalmeldung

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