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Westerham stellt neue Unterkunft für Geflüchtete fertig

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In Westerham ist eine moderne Anlage für Geflüchtete fertig geworden. Die Gemeinde setzt dabei auf kleine Wohneinheiten statt großer Massenunterkünfte.

Seit Ende Juni ist die neue Unterkunft für Geflüchtete in Westerham (Landkreis Rosenheim, Bayern) fertig. Im Juli gab es einen gemeinsamen Termin vor Ort. Vertreter vom Landratsamt, dem Gemeinderat und dem Ortsrat Westerham haben sich die Anlage angesehen. Auch die örtlichen Helferkreise für Asyl- und Ukraine-Hilfe waren dabei. Das Feedback war positiv, vor allem weil die Anlage modern und übersichtlich gebaut wurde.

Die Bewohner sollen nicht in großen Schlafsälen wohnen. Stattdessen gibt es eine kleinteilige Struktur, die an echte Wohnungen erinnert. In einer Einheit leben maximal vier Menschen, meistens in zwei Zimmern mit eigenem Bad. Das ist besonders wichtig für Familien oder Menschen, die krank sind und mehr Schutz brauchen.

Insgesamt bietet die Unterkunft Platz für bis zu 160 Menschen. Dass diese Zahl tatsächlich erreicht wird, ist aber unwahrscheinlich. Die Zuwanderungszahlen sind in den letzten Monaten gesunken. Deshalb will das Landratsamt die Plätze vor allem für sogenannte vulnerable Gruppen nutzen, also Menschen, die besonders schutzbedürftig sind. Auch ukrainische Familien könnten dort einziehen, wenn ihre jetzigen Unterkünfte nicht mehr passen. Ein genaues Datum für den Einzug steht noch nicht fest, aber es könnte schon im Laufe des Sommers 2026 losgehen.

Damit alles glattläuft, gibt es ein Betreuungskonzept. Eine Hausverwaltung kümmert sich um die Technik und das Gebäude. Außerdem wird es Sicherheitsstreifen geben. Die Gemeinde plant zudem, einen Wohlfahrtsverband wie die Caritas oder die Diakonie mit einzubinden. Ein separates Verwaltungsgebäude auf dem Gelände soll zudem den Helferkreisen als Treffpunkt dienen.

Um den neuen Bewohnern den Start zu erleichtern, hat die Gemeinde ein Infopaket geschnürt. In diesem kleinen Heft stehen wichtige Tipps zum Leben vor Ort, zum Beispiel zu Ärzten, Einkaufen, Schulen und Vereinen. Die Texte können in verschiedene Sprachen übersetzt werden. Die Gemeinde weiß allerdings, dass dadurch Angebote wie die Tafel stärker beansprucht werden könnten. Deshalb wird bereits mit den Helfern vor Ort an Lösungen gearbeitet.

Ein rechtliches Detail bleibt noch offen: Die Gemeinde wartet derzeit auf einen Termin vor dem Verwaltungsgericht. Dabei geht es um die Frage, wie lange die Anlage insgesamt genutzt werden darf.

Quelle: Feldkirchen-Westerham – zur Originalmeldung

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