Weniger Schwerverletzte auf den Straßen im Raum Ravensburg
Im Bereich der Landkreise Ravensburg, Sigmaringen und im Bodenseekreis (Baden-Württemberg) ist die Zahl der schweren Verkehrsunfälle gesunken. Das Polizeipräsidium Ravensburg zieht eine positive Bilanz für die ersten sechs Monate des Jahres 2026. Weniger Menschen wurden getötet oder schwer verletzt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Insgesamt passierten 8.889 Unfälle, das ist ein leichter Anstieg um ein Prozent. Die Zahl der Schwerverletzten ging jedoch deutlich zurück: Statt 191 Menschen waren es dieses Jahr 141. Auch die Zahl der Toten sank leicht von 19 auf 17 Menschen. Die Polizei sieht darin einen Erfolg ihrer Kontrollen und Präventionsarbeit.
Doch es gibt auch schlechte Nachrichten. Vor allem zu schnelles Fahren sorgt für Probleme. Bei 613 Unfällen war die Geschwindigkeit zu hoch oder nicht an die Situation angepasst. Das ist ein Anstieg von fast 65 Prozent. Außerdem führen zu wenig Abstand, Ablenkung und das Missachten der Vorfahrt immer wieder zu Crashs.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Fahrzeugtypen. Während es bei Autos kaum Unterschiede zum Vorjahr gibt, stiegen die Unfälle mit Lkw um 12,4 Prozent auf insgesamt 1.018 Fälle. Bei den Zweirädern gibt es ein geteiltes Bild: Motorradfahrer und Pedelec-Nutzer hatten weniger Unfälle. Dagegen stiegen die Zahlen bei normalen Fahrrädern an. Besonders besorgt ist die Polizei über E-Scooter. Hier gab es fast 50 Prozent mehr Unfälle, insgesamt 82 Fälle.
Ein weiteres Problem sind Substanzen am Steuer. Mehr Fahrer verursachten Unfälle, weil sie berauscht waren. Die Zahl der Verursacher unter dem Einfluss von THC stieg von zehn auf 13, bei anderen Drogen von sieben auf neun. Auch die Zahl der betrunkenen Fahrer stieg leicht auf 133 Menschen an.
Ein Lichtblick sind die Schulwege: Hier gab es deutlich weniger Unfälle als im Vorjahr. Die Polizei will nun weiter an ihrem Ziel arbeiten, dass es irgendwann gar keine Toten oder Schwerverletzten mehr auf den Straßen gibt.