Weisendorf: So verhalten Sie sich im Katastrophenfall
Wenn eine echte Katastrophe eintritt, ist oft die Gesundheit vieler Menschen oder das Eigentum in Gefahr. Das kann ein riesiger Waldbrand, eine Flut oder eine Pandemie sein. Stefan Süß, der zweite Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Weisendorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt, Bayern), erklärt, dass man in solchen Momenten vor allem Ruhe bewahren muss.
Um zu wissen, was gerade passiert, sollten die Bürger auf offizielle Warn-Apps wie Nina oder KatWarn setzen. Auch Cell-Broadcast-Nachrichten auf dem Handy, das Radio oder die Internetseiten vom Landratsamt und dem Innenministerium helfen dabei, aktuelle Infos zu bekommen. Manchmal gibt es auch Durchsagen über Lautsprecher oder spezielle Bürgertelefone.
Die Feuerwehr ist dabei für den Brandschutz und die technische Hilfe bei Unglücken zuständig. Im Ernstfall gelten die bekannten Nummern: 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie 110 für die Polizei. Wer ärztliche Hilfe braucht, aber nicht in Lebensgefahr schwebt, kann die 116117 vom kassenärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen.
Besonders gefährlich ist ein sogenannter Blackout, also ein langer Stromausfall. Wenn dann auch das Telefonnetz zusammenbricht, gibt es in Weisendorf einen Plan: Etwa eine Stunde nach Beginn des Stromausfalls werden die Katastrophenschutz-Leuchttürme aktiviert. Die Feuerwehr besetzt ihre Gerätehäuser und nimmt dort Notrufe direkt entgegen. Nach etwa vier Stunden öffnet zudem das Versorgungszentrum der Gemeinde. In Weisendorf ist das die Mehrzweckhalle im Reuther Weg 6.
Stefan Süß rät jedem Haushalt, sich vorab vorzubereiten. Tipps und Broschüren dazu gibt es auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Er warnt zudem, dass bei vielen gleichzeitigen Einsätzen, etwa bei starkem Regen, die Feuerwehr priorisieren muss. Das bedeutet: Menschenleben sind wichtiger als Sachwerte, weshalb es nicht immer sofort zu jedem Einsatz kommen kann.
Quelle: Weisendorf – zur Originalmeldung