Weinheim: Ausgebrochene Schafe sorgen für Chaos
Es war erst halb sechs Uhr morgens am Donnerstag, als es in Weinheim (Baden-Württemberg) zu einem ungewöhnlichen Einsatz kam. Mehrere Schafe waren von einem Grundstück im Feldgebiet nahe der Autobahnanschlussstelle Viernheim Ost ausgebrochen. Die Tiere rannten erst auf die Autobahn und setzten ihren Weg dann bis in die Freiburger Straße fort.
Die Polizei konnte die Tiere schließlich auf einem Gehweg stellen. Doch die Schafe waren nervös und wollten immer wieder weglaufen. Deshalb mussten die Beamten die Herde erst einmal regelrecht einkesseln, um sie unter Kontrolle zu halten. Da die Polizei keine Möglichkeit hatte, die Tiere sicher zu verwahren, rief sie die Feuerwehr zu Hilfe.
Die Feuerwehr suchte schnell nach einer Lösung und fand in der Nähe eine passende Wiese. Gemeinsam mit dem städtischen Bauhof bauten die Einsatzkräfte dort ein provisorisches Gehege aus Bauzäunen auf. Ein nahegelegener Aroma-Supermarkt half dabei mit einem Gabelstapler, die schweren Zaunelemente schnell an Ort und Stelle zu bringen. Die Zäune wurden fest miteinander verbunden, damit kein Schaf mehr entkommen konnte.
Dann mussten die Tiere vom Gehweg in das neue Gehege kommen. Hier kam Hilfe von zwei Schäfern, die zufällig in der Nähe waren. Obwohl die Schafe nicht ihnen gehörten, halfen sie mit ihrer Erfahrung dabei, die Tiere in die Unterkunft zu treiben und sie zu versorgen.
Nachdem alle Tiere sicher im Gehege waren, beruhigte sich die Lage. Die Polizei konnte den Besitzer der Schafe ausfindig machen und ihn informieren. Der Halter soll die Tiere nun zeitnah abholen und wieder ordnungsgemäß unterbringen.
Die Ermittlungen dauern an, um genau zu klären, wie die Tiere ausbrechen konnten.