Weimarer Land: Polizei jagt bei Speedmarathon Raser
Am Donnerstag war in Nohra und Buttelstedt (Weimarer Land, Thüringen) einiges los. Die Beamten der Landespolizeiinspektion Jena waren im Einsatz, um die Straßen sicherer zu machen. Dabei halfen auch Polizeianwärter mit, die im Rahmen ihrer Ausbildung praktische Erfahrung sammeln sollten. Die Aktion war Teil einer europaweiten Kampagne namens ROADPOL, bei der es vor allem um die Geschwindigkeit auf den Straßen ging.
In Buttelstedt waren die Beamten für zweieinhalb Stunden im Einsatz. In dieser kurzen Zeit kontrollierten sie 42 Fahrzeuge. Das waren mostly Pkw, aber auch ein Motorrad und sogar ein Fahrrad wurden überprüft. Die Bilanz fiel deutlich aus: 18 Fahrer waren zu schnell unterwegs. Bei fünf Menschen wurde ein offizielles Bußgeldverfahren eingeleitet, 13 weitere müssen mit einem Verwarnungsgeld rechnen. Der schnellste Fahrer raste mit 82 km/h durch den Ort, obwohl dort nur 50 km/h erlaubt sind. Außerdem gab es Ärger für Leute, die ihren Gurt nicht angelegt hatten oder deren Auto nicht die vorgeschriebene Ausrüstung an Bord hatte.
Auch in Nohra liefen die Kontrollen straff ab. Dort überprüften die Polizisten insgesamt 53 Fahrzeuge. 13 Fahrer waren hier zu schnell, wobei drei Verstöße so schwer waren, dass sie in den Bußgeldbereich fielen. Zudem stellten die Beamten viele Mängel an den Autos fest. Insgesamt wurden zwölf Mängelscheine oder Kontrollaufforderungen ausgestellt, damit die Fahrer ihre Fahrzeuge wieder in Ordnung bringen.
Die Thüringer Polizei möchte mit diesem Speedmarathon zeigen, wie gefährlich zu hohe Geschwindigkeiten sind. Ziel ist es, dass die Menschen vorsichtiger fahren und so weniger schwere Unfälle passieren. Die Ermittlungen in den Bußgeldverfahren dauern an.