Weimar: Betrunkener Radfahrer rief verfassungsfeindliche Parolen
Am späten Montagabend war ein 48-jähriger Mann in Weimar (Thüringen) mit seinem Fahrrad unterwegs. Als er die Carl-August-Allee entlangfuhr, fing er plötzlich an, lautstark Parolen zu rufen. Dabei sollen die Sprüche volksverhetzend und verfassungsfeindlich gewesen sein.
Polizeibeamte bemerkten den Vorfall und konnten den Mann wenig später ausfindig machen. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer massiv unter Alkoholeinfluss stand. Ein Atemtest zeigte einen Wert von 2,30 Promille an.
Um den Alkoholpegel rechtssicher zu belegen, ordneten die Beamten eine Blutentnahme an. Dafür wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht.
Die Polizei hat nun Ermittlungsverfahren gegen den Mann eingeleitet. Er muss sich wegen des Verdachts der Volksverhetzung sowie wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.