Weiler-Simmerberg sucht nach der Kleinen Hufeisennase
In Weiler-Simmerberg (Landkreis Lindau, Bayern) und weiteren Gemeinden im Allgäu suchen Experten nach der Kleinen Hufeisennase. Diese Fledermausart ist in Bayern stark gefährdet und braucht die Hilfe von Menschen, um zu überleben.
Das Tier ist an seinem hufeisenförmigen Nasenaufsatz erkennbar. Wenn die Kleine Hufeisennase schläft, hüllt sie sich komplett in ihre Flughaut ein. Im Sommer nutzt sie vor allem Dachböden oder andere Gebäudeteile als Unterkunft. Den Winter verbringt sie in kühlen Kellern oder Höhlen. Anders als viele andere Fledermausarten krabbelt sie nicht durch kleine Spalten in ihr Versteck, sondern braucht einen freien Einflug.
Bisher sind nur wenige Quartiere in Felsspalten, Höhlen oder alten Hütten im Allgäu bekannt. Deshalb konzentriert sich die Suche aktuell auf Weiler-Simmerberg sowie die Gemeinden Obermaiselstein, Balderschwang, Oberstdorf (besonders Rohrmoos und Tiefenbach), Bolsterlang, Gunzesried, Oberstaufen und Scheidegg. Hinweise aus anderen Orten sind aber ebenfalls willkommen.
Wer die Fledermaus in seinem Dachstuhl, in der Scheune oder im Keller gesehen hat, kann helfen. Auch der Fund von Fledermauskot ist ein wichtiger Hinweis. Sichtungen können per E-Mail an Brigitte Kraft ([email protected]) oder per WhatsApp an die Telefonnummer 0160 90749767 gemeldet werden. Ein Foto der Tiere oder der Fundorte hilft den Experten bei der Arbeit.