Zum Inhalt springen
newssofort.de

Wehingen: Waschbärenfamilie sorgt für Ärger in Wohngebieten

In der Straße Am Landenbach treibt sich eine Waschbärenfamilie herum. Die Gemeinde warnt vor Belästigungen und gibt Tipps, wie man die Tiere fernhält.

In Wehingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) gibt es derzeit wieder Probleme mit Wildtieren. Besonders in der Straße Am Landenbach wurde eine Waschbärenfamilie mit insgesamt fünf Tieren gesichtet. Während einige Bewohner die Tiere spannend finden, fühlen sich viele andere belästigt oder sogar bedroht.

Die Waschbären haben sich mitten im Wohngebiet einen Wurfbau eingerichtet. Die Tiere zeigen kaum noch Scheu vor den Menschen. Die Anwohner berichten, dass Kleintiere verschwinden, Kot und Kadaverteile auf dem Rasen liegen und die Tiere Löcher in die Gärten graben.

Die Gemeinde erklärt, dass sich solche Tiere in Siedlungen wohlfühlen, weil sie dort alles finden, was sie brauchen: ausreichend Futter, sichere Schlafplätze und gute Verstecke für den Nachwuchs. Besonders attraktiv sind für die Waschbären, aber auch für Füchse und Dachse, Hunde- und Katzenfutter, das draußen steht. Auch offene Mülltonnen oder Komposthaufen mit Küchenabfällen wirken wie ein Buffet.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass die Jagd oder der Lebendfang in Wohngebieten sehr schwierig ist und oft spezielle Genehmigungen braucht. Deshalb ist es nicht die Hauptaufgabe der Behörden oder Jagdpächter, die Tiere aus Privatgärten zu entfernen.

Um das Problem zu lösen, bittet die Gemeinde die Hausbesitzer um Mithilfe. Wildtiere dürfen auf keinen Fall gefüttert werden. Auch Haustierfutter sollte nicht unbeaufsichtigt draußen stehen. Mülleimer und Komposthaufen müssen stabil abgedeckt werden. Wer Kleintiere hält, sollte diese sicher einzäunen und nachts in stabilen Ställen unterbringen. Zudem sollen Fuchsbaue oder andere Verstecke verschlossen werden, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind.

Zusätzlich warnt die Gemeinde vor Füchsen im Wohngebiet, da hier eine erhöhte Gefahr besteht, sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken.

Quelle: Wehingen – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Wehingen

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Landkreis Tuttlingen

Alle ansehen