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Wehingen: Gewerbegebiet wird erweitert und Bauplatz verkauft

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Der Gemeinderat hat wichtige Entscheidungen über neue Gewerbeflächen, ein Grundstück für eine junge Familie und die Regeln auf dem Friedhof getroffen.

In der Gemeinderatssitzung vom 27. Juli 2026 in Wehingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) standen mehrere Bau- und Grundstücksprojekte auf der Agenda. Ein zentraler Punkt war die Erweiterung des Gewerbegebiets „Am Landenbach“. Ein dort ansässiger Betrieb möchte wachsen und braucht dafür mehr Platz. Der Gemeinderat stimmte dem Plan zu, das Gebiet entsprechend zu ändern. Die Gebäude dürfen dort bis zu 15 Meter hoch sein. Jetzt folgt die Beteiligung der Fachbehörden, was aufgrund der Urlaubszeit einige Zeit dauern kann. Im November oder Dezember soll dann die endgültige Entscheidung fallen.

Positive Nachrichten gab es für eine junge Familie: Der Gemeinderat beschloss einstimmig, einen Bauplatz „Am Sägewasen“ an die Familie zu verkaufen. Der Preis für das Grundstück liegt bei 69 Euro pro Quadratmeter.

Nicht jeder Grundstückskauf wurde befürwortet. Die Gemeinde hatte die Chance, landwirtschaftliche Flächen in den Bereichen „Unterm Tann“ und „Lindenäcker“ zu kaufen. Da es sich dabei jedoch um geschützte Biotope handelt, die für Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen nicht geeignet sind, lehnte der Rat den Kauf ab.

Ein ungewöhnlicher Fall wurde auf dem Friedhof diskutiert. Hinterbliebene hatten beantragt, ein Doppelgrab komplett mit einer Steinplatte abzudecken. Normalerweise erlaubt die Satzung das nicht, da Gräber teilweise offen bleiben müssen. Da die Angehörigen jedoch nicht mehr in Wehingen wohnen und die Pflege so extrem schwierig ist, machte der Gemeinderat eine Ausnahme und stimmte dem Wunsch zu.

Zudem gibt es Neuigkeiten zu den Pfarrgräbern. Anstatt die alten, kaum noch lesbaren Grabsteine zu renovieren, wird nun eine Stele aufgestellt. Diese soll die Namen und Daten der Wehinger Pfarrer dauerhaft ehren, wie es bereits 2014 beschlossen worden war.

Andere Themen aus der Sitzung: Die Erschließung des Gebiets „Hinter den Häusern“ wird wegen der aktuellen Geldlage der Gemeinde vorerst verschoben. Erfreulich ist hingegen, dass Wehingen keine Zahlungen für den Schullastenausgleich an die Stadt Tuttlingen leisten muss, da zu wenige Schüler dort die Schulen besuchten.

Ein wichtiger Hinweis für die Anwohner: Die Einschränkungen bei der Bewässerung, um Trinkwasser zu sparen, bleiben vorerst bestehen. Die Gemeinde ist hierzu im Gespräch mit dem Zweckverband Hohenberggruppe.

Zuletzt ging es um die Sicherheit im Ort. Die Stufen vor dem Kaufhaus Merkt sollen markiert werden, damit niemand stürzt. Hier wird derzeit noch auf ein Angebot einer Firma gewartet. Auch die Beleuchtung am Fußweg unterhalb des Edeka-Parkplatzes wird gerade fertiggestellt.

Quelle: Wehingen – zur Originalmeldung

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