Wehingen: Gewerbegebiet wird erweitert und Bauplatz verkauft
In der Gemeinderatssitzung vom 27. Juli 2026 standen mehrere wichtige Projekte für Wehingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) auf der Tagesordnung. Ein zentraler Punkt war die Erweiterung des Gewerbegebiets „Am Landenbach“. Ein dort ansässiger Betrieb möchte wachsen, weshalb der Bebauungsplan geändert werden soll. Die Gebäude dort dürfen maximal 15 Meter hoch sein.
Das Verfahren läuft nun an. Zuerst werden die Fachbehörden befragt, was aufgrund der Urlaubszeit etwas dauern kann. Im September wird der Gemeinderat über die eingegangenen Stellungnahmen entscheiden. Wenn alles glattläuft, gibt es im November oder Dezember den finalen Beschluss.
Auch bei den Grundstücken gab es Neuigkeiten. Ein Bauplatz im Gebiet „Am Sägewasen“ wird verkauft. Eine junge Familie hat das Grundstück für 69 Euro pro Quadratmeter erworben. Bei anderen Flächen in den Gebieten „Unterm Tann“ und „Lindenäcker“ hat sich die Gemeinde jedoch gegen einen Kauf entschieden. Da es sich dort um geschützte Biotope handelt, wären sie für Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen nicht geeignet gewesen.
Ein ungewöhnlicher Fall betraf den örtlichen Friedhof. Einem Antrag wurde stattgegeben, ein Doppelgrab komplett mit einer Steinplatte abzudecken. Normalerweise erlaubt die Satzung das nicht vollständig. Der Gemeinderat räumte jedoch ein, dass die Grabpflege schwierig ist, wenn Angehörige nicht mehr im Ort wohnen und Gärtner zu teuer sind.
Zudem gibt es gute Nachrichten für die Gemeindekasse: Wehingen muss keine Zahlungen für den Schullastenausgleich an die Stadt Tuttlingen leisten, da zu wenige Schüler aus dem Ort dort die Schulen besuchten.
Einige Dinge dauern noch: Die Erschließung des Gebiets „Hinter den Häusern“ wird wegen der aktuellen Geldlage aufgeschoben. Auch die Einschränkungen bei der Trinkwasser-Bewässerung bleiben vorerst bestehen. Die Verwaltung prüft zudem, wann die Glasfaser-Baustellen endgültig fertig versiegelt werden.
Quelle: Wehingen – zur Originalmeldung