Wehingen: Gewerbegebiet wird erweitert und Bauplatz verkauft
In Wehingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) gibt es Neuigkeiten aus der letzten Gemeinderatssitzung vom 27. Juli. Ein lokaler Betrieb möchte wachsen und braucht dafür mehr Platz. Deshalb wird der Bebauungsplan „Am Landenbach – 1. Erweiterung“ geändert. Das Planungsbüro Hermle aus Gosheim hat den Ablauf vorgestellt. Zuerst werden nun die Fachbehörden angehört. Im September sollen die Ergebnisse besprochen werden, damit im November oder Dezember die endgültige Entscheidung fallen kann. Geplant ist ein Gewerbegebiet mit einer maximalen Wandhöhe von 15 Metern.
Auch bei den Grundstücken gab es Neuigkeiten. Ein Bauplatz im Gebiet „Am Sägewasen“ wird an eine junge Familie verkauft. Der Preis liegt bei 69 Euro pro Quadratmeter. Andere landwirtschaftliche Flächen in den Bereichen „Unterm Tann“ und „Lindenäcker“ will die Gemeinde hingegen nicht kaufen. Der Grund ist der Naturschutz: Da es sich um geschützte Mähwiesen handelt, eignen sie sich nicht für die geplanten Ausgleichsmaßnahmen.
Diskutiert wurde zudem über die Pflege von Gräbern. Eine Familie beantragte, ein Doppelgrab komplett mit einer Steinplatte abzudecken. Eigentlich erlaubt die Satzung das nur bis zu zwei Dritteln der Fläche. Da viele Angehörige nicht mehr im Ort wohnen und die Grabpflege schwierig ist, machte der Gemeinderat eine Ausnahme und stimmte dem Antrag zu. Außerdem soll bei den Pfarrgräbern eine Stele mit den Namen und Daten der ehemaligen Pfarrer aufgestellt werden, da die alten Grabsteine kaum noch lesbar sind.
Einige Projekte im Ort dauern noch an. Die Beleuchtung und die Absturzsicherung am neuen Fußweg unterhalb des Edeka-Parkplatzes sind noch in Arbeit. Auch die Stufen vor dem Kaufhaus Merkt sollen noch markiert werden, um Stürze zu verhindern; hier wartet die Gemeinde noch auf ein Angebot der Firma. Zudem bleibt die Einschränkung bei der Bewässerung bestehen, um Trinkwasser zu sparen.
Positiv für die Gemeindekasse: Wehingen muss keine Zahlungen für den Schullastenausgleich an die Stadt Tuttlingen leisten, da zu wenige Schüler aus dem Ort die dortigen Schulen besuchen. Ob die Erschließung des Gebiets „Hinter den Häusern“ bald starten kann, bleibt offen. Wegen der aktuellen Finanzlage wurde das Vorhaben vorerst aufgeschoben.
Quelle: Wehingen – zur Originalmeldung