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Wehingen: Gewerbegebiet wird erweitert und Bauplatz verkauft

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Der Gemeinderat hat wichtige Entscheidungen über neue Gewerbeflächen und den Verkauf eines Bauplatzes getroffen. Zudem gibt es Neuigkeiten zur Trinkwasser-Sperre.

In der letzten Gemeinderatssitzung am 27. Juli in Wehingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) standen mehrere Bauprojekte auf der Agenda. Ein wichtiger Punkt war die Erweiterung des Gewerbegebiets „Am Landenbach“. Damit ein dort ansässiger Betrieb wachsen kann, soll der Bebauungsplan geändert werden. Die Gebäude dürfen dort maximal 15 Meter hoch sein. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben mit 13 Ja-Stimmen zu. In den nächsten 30 Tagen werden nun die Fachbehörden angehört. Wenn alles glattläuft, könnte der endgültige Beschluss im November oder Dezember fallen.

Auch für eine junge Familie gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, einen Bauplatz „Am Sägewasen“ zu verkaufen. Der Preis für das Grundstück liegt bei 69 Euro pro Quadratmeter.

Nicht jeder Grundstückskauf wurde jedoch genehmigt. Die Gemeinde wollte eigentlich landwirtschaftliche Flächen in den Gewannen „Unterm Tann“ und „Lindenäcker“ kaufen. Da es sich dabei aber um geschützte Biotope handelt, die nicht für Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen genutzt werden können, entschied sich der Rat gegen den Kauf.

Ein ungewöhnlicher Fall sorgte für Diskussionen beim Thema Friedhof. Angehörige hatten beantragt, ein Doppelgrab komplett mit einer Steinplatte abzudecken, da niemand mehr in Wehingen wohnt und die Pflege zu aufwendig ist. Eigentlich erlaubt die Satzung das nicht. Doch der Gemeinderat zeigte sich kulant und stimmte dem Antrag mit sieben Stimmen zu. Zudem wird nun eine Stele für die ehemaligen Pfarrer des Ortes geplant, da die alten Grabsteine kaum noch lesbar sind.

In der „Frageviertelstunde“ für die Bürger gab es eine Enttäuschung: Die Erschließung des Gebiets „Hinter den Häusern“ muss verschoben werden. Grund ist die aktuelle finanzielle Lage der Gemeinde. Erst wenn das Geld wieder reicht, geht es dort weiter.

Zuletzt informierte die Verwaltung über die Trinkwasserversorgung. Die Einschränkungen bei der Bewässerung bleiben vorerst bestehen. Die Gemeinde ist dazu im Gespräch mit dem Zweckverband Hohenberggruppe. Zudem gibt es eine gute Nachricht beim Geld: Wehingen muss keine Zahlungen für den Schullastenausgleich an die Stadt Tuttlingen leisten, da zu wenige Schüler aus dem Ort dort zur Schule gehen.

Weitere Details zu den anstehenden Baumaßnahmen, wie die Beleuchtung am Edeka-Parkplatz oder die Markierung der Stufen vor dem Kaufhaus Merkt, werden nachreichen, sobald die Angebote der Firmen vorliegen.

Quelle: Wehingen – zur Originalmeldung

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