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Wehingen: Gewerbegebiet wird erweitert und Bauplatz verkauft

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Der Gemeinderat hat wichtige Entscheidungen zu neuen Gewerbeflächen, einem Bauplatz für eine junge Familie und den Regeln auf dem Friedhof getroffen.

Im Gemeinderat von Wehingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) wurde am 27. Juli über mehrere Bauvorhaben entschieden. Ein wichtiger Punkt war die Erweiterung des Gewerbegebiets „Am Landenbach“. Ein dort ansässiger Betrieb möchte wachsen und braucht mehr Platz. Deshalb wird der Bebauungsplan geändert. Die Gebäude dort dürfen maximal 15 Meter hoch sein. Damit die Anwohner und Behörden mitreden können, startet nun ein Beteiligungsverfahren. Wegen der Urlaubszeit könnte es bei den Fachbehörden etwas länger dauern. Der endgültige Beschluss soll im November oder Dezember fallen.

Einige gute Nachrichten gab es für eine junge Familie: Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu, einen Bauplatz „Am Sägewasen“ an die Familie zu verkaufen. Der Preis liegt bei 69 Euro pro Quadratmeter. Auch einem anderen privaten Projekt wurde zugestimmt: Im Flachenweg darf ein Dachboden zu Wohnraum ausgebaut werden.

Nicht überall gibt es sofort Fortschritte. Die Erschließung des Gebiets „Hinter den Häusern“ muss verschoben werden. Bürgermeister Reichegger erklärte, dass die aktuelle Finanzlage der Gemeinde dies momentan nicht zulässt. Erst wenn die Kasse wieder besser gefüllt ist, geht es dort weiter.

Auf dem Friedhof gab es eine ungewöhnliche Diskussion. Hinterbliebene hatten beantragt, ein Grab komplett mit einer Steinplatte abzudecken. Eigentlich erlaubt die Satzung das nicht, da Gräber teilweise offen bleiben müssen. Doch der Gemeinderat zeigte sich verständnisvoll: Viele Angehörige wohnen nicht mehr im Ort, und eine professionelle Grabpflege ist oft zu teuer. Deshalb wurde in diesem Einzelfall zugestimmt.

Zudem gibt es Neuigkeiten zu den Pfarrgräbern. Anstatt alte Grabsteine zu erneuern, wird nun eine Stele mit den Namen und Daten der Wehinger Pfarrer aufgestellt. Die Verwaltung holt dafür Angebote von Steinmetzen ein.

Kurz vor Ende der Sitzung gab es noch weitere Infos: Die Gemeinde muss kein Geld für den Schullastenausgleich an die Stadt Tuttlingen zahlen, da zu wenige Kinder aus Wehingen dort zur Schule gehen. Wer jedoch Wasser spart: Die Einschränkungen bei der Bewässerung bleiben vorerst bestehen. Die Gemeinde ist hierzu im Gespräch mit dem Wasserversorger.

Quelle: Wehingen – zur Originalmeldung

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