Wehingen: Gewerbegebiet soll wachsen und Bauplatz an Familie gehen
In Wehingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) geht es im Gewerbegebiet „Am Landenbach“ voran. Ein dort ansässiger Betrieb möchte erweitern. Damit das klappt, muss der Bebauungsplan geändert werden. Der Gemeinderat hat dem Vorentwurf zugestimmt. Geplant ist ein Gebiet, in dem Gebäude bis zu 15 Meter hoch sein dürfen.
Jetzt startet das offizielle Verfahren. Zuerst werden die Fachbehörden angehört, was mindestens 30 Tage dauert. Da gerade Urlaubszeit ist, könnte es noch etwas länger dauern. Im September sollen die Ergebnisse besprochen werden, damit im November oder Dezember der endgültige Beschluss gefasst werden kann.
Auch bei anderen Grundstücken gab es Neuigkeiten. Ein Bauplatz „Am Sägewasen“ wird an eine junge Familie verkauft. Der Preis liegt bei 69 Euro pro Quadratmeter. Andere landwirtschaftliche Flächen in den Bereichen „Unterm Tann“ und „Lindenäcker“ will die Gemeinde hingegen nicht kaufen. Da es sich dabei um geschützte Biotope handelt, wären sie für Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen nicht nutzbar.
Ein ungewöhnlicher Fall wurde auf dem Friedhof besprochen. Hinterbliebene hatten gefragt, ob sie ein Doppelgrab komplett mit einer Steinplatte abdecken dürfen. Eigentlich erlaubt die Satzung das nicht, da nur zwei Drittel der Fläche abgedeckt werden dürfen. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag aber trotzdem zu. Grund ist, dass viele Angehörige nicht mehr im Ort wohnen und die Grabpflege so extrem schwierig und teuer geworden ist.
Zudem gibt es gute Nachrichten für die Gemeindekasse: Wehingen muss keine Zahlungen für den Schullastenausgleich an die Stadt Tuttlingen leisten, da zu wenige Schüler aus dem Ort dort zur Schule gingen.
Einige Projekte lassen jedoch auf sich warten. Die Erschließung des Gebiets „Hinter den Häusern“ wird wegen der aktuellen Finanzlage erst einmal aufgeschoben. Auch die Markierungen an den Stufen vor dem Kaufhaus Merkt fehlen noch; hier wartet die Verwaltung auf ein Angebot der Firma. Die Einschränkungen bei der Gartenbewässerung zum Sparen von Trinkwasser bleiben vorerst bestehen.
Quelle: Wehingen – zur Originalmeldung