Wedemark ehrt Para-Eishockey-Star Felix Schrader
Felix Schrader hat Sportgeschichte geschrieben. Bei den Paralympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo schoss der 29-Jährige alle vier Tore beim 4:3-Sieg gegen die Slowakei. Einer seiner Treffer in der Verlängerung sicherte den Sieg. Es war das erste Mal seit 20 Jahren, dass Deutschland im Para-Eishockey ein Spiel bei den Paralympics gewinnen konnte.
Am Dienstag, den 11. August, wurde der Sportler im Bürgerhaus Mellendorf (Gemeinde Wedemark, Region Hannover) gefeiert. Zusammen mit Bürgermeister Helge Zychlinski sprach er über seinen Weg an die Spitze. Als besonderes Zeichen der Anerkennung trug sich Schrader in das Goldene Buch der Wedemark ein.
Der Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit. Schrader jongliert seinen Spitzensport mit seinem Job bei der Sparkasse. Er erzählte, dass sich die Zeit vor den Spielen wie zwei Vollzeitjobs angefühlt habe. Neben dem Beruf bedeuteten Fitnessstudio, spätes Training und ständige Fahrten zu Turnieren eine enorme Belastung.
In der Wedemark trainiert Schrader regelmäßig mit den Hannover Ice Lions. Gemeinsam mit anderen Nationalspielern möchte er den Standort weiter ausbauen. Dabei geht es nicht nur um die Leistung, sondern auch um Barrierefreiheit. In vielen Eishallen ist schon der Weg von der Eisfläche zur Bank für Menschen mit Behinderung ein Problem. Schrader setzt sich deshalb für bessere Bedingungen und mehr Inklusion ein, etwa durch gemeinsame Laufschulen für Kinder mit und ohne Behinderung.
Jetzt richtet der Sportler seinen Blick bereits auf die nächsten Paralympics 2030 in den französischen Alpen. Die Qualifikation wird schwierig, da immer mehr Länder stark werden und Deutschland seine Strukturen verbessern muss. Schrader ist jedoch zuversichtlich, dass er es noch einmal schaffen kann, wenn das Training und die Voraussetzungen stimmen.
Quelle: Wedemark – zur Originalmeldung