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Wasserstoff-Pipeline Hyperlink: Minister besuchen Baustelle auf Lühesand

Niedersachsen und Schleswig-Holstein bauen ein riesiges Leitungsnetz für grünen Wasserstoff. Die Minister beider Länder haben sich den Fortschritt auf Lühesand angesehen.

Die Minister Christian Meyer aus Niedersachsen und Tobias Goldschmidt aus Schleswig-Holstein waren zusammen mit Leuten von der Gasunie Deutschland auf Lühesand (Schleswig-Holstein) unterwegs. Dort besuchten sie die Baustelle der sogenannten Hyperlink-Wasserstoffpipeline. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt, um Norddeutschland mit einer modernen Energieversorgung auszustatten.

Das Ganze ist ein riesiges Vorhaben. Insgesamt sollen rund 1.000 Kilometer Wasserstoffleitungen in Nordwestdeutschland entstehen. Allein in Niedersachsen sind es etwa 400 Kilometer. Diese Leitungen verbinden die Niederlande über Bremen und Hamburg bis nach Hannover und Salzgitter. Das Besondere dabei: Man baut nicht alles komplett neu. Bei rund 70 Prozent der Strecke werden alte Erdgasleitungen einfach umgenutzt. Das spart Ressourcen und schont das Klima.

Über diese Pipeline soll künftig grüner Wasserstoff transportiert werden. Er kommt dann in der Industrie an, zum Beispiel in Salzgitter oder in der Chemie- und Raffinerieregion in Mitteldeutschland. Damit wird Norddeutschland zu einer Art Drehscheibe für Europa. Später soll das Netz auch mit Dänemark verknüpft werden, damit man dort Wasserstoff importieren kann.

Die Nachfrage nach diesen Transportwegen steigt schnell. Bis zum 23. Juli 2026 haben Firmen bereits Kapazitäten für knapp sechs Gigawatt reserviert und dafür bezahlt. Das ist doppelt so viel wie noch im Mai desselben Jahres.

Die Gasunie, ein Staatsunternehmen aus den Niederlanden, ist an dem Projekt beteiligt. Die Firma betreibt bereits ein riesiges Gasnetz in Norddeutschland. Die ersten Teile der Hyperlink-Pipeline sollen Ende 2027 fertig sein. Die restlichen Abschnitte werden dann Schritt für Schritt bis zum Jahr 2031 in Betrieb genommen.

Minister Goldschmidt forderte bei dem Termin auch die Bundesregierung auf, das Thema ernst zu nehmen. Er wünscht sich mehr Förderung und klare Regeln, damit Deutschland die wirtschaftliche Chance nicht verpasst.

Quelle: Landesportal Niedersachsen – zur Originalmeldung

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