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Warnung vor Stromschlägen bei Erntearbeiten

Die Netzbetreiber TransnetBW und Netze BW warnen Landwirte vor lebensgefährlichen Überschlägen an Freileitungen während der Sommermonate.

In den Sommermonaten sind auf den Feldern viele große Maschinen im Einsatz. Gleichzeitig sorgen Hitze, Trockenheit und Staub für ein höheres Brandrisiko in der Nähe von Stromleitungen. Deshalb rufen die Firmen TransnetBW und Netze BW nun zu besonderer Vorsicht auf. Landwirte sollen ihre Maschinenhöhen genau prüfen und die Leitungsverläufe im Blick behalten.

Besonders gefährlich ist es bei hohen Geräten wie Mähdreschern, Feldhäckslern oder Teleskopladern. Ein elektrischer Überschlag kann bereits passieren, wenn man der Leitung zu nahe kommt – ein direkter Kontakt ist dafür gar nicht nötig. Wer nicht genau weiß, welche Spannung in einer Leitung fließt, sollte aus Sicherheitsgründen mindestens fünf Meter Abstand halten. Auch Wind oder Unebenheiten im Gelände können den Abstand plötzlich verringern.

Auch beim Lagern von Heu- und Strohballen ist Vorsicht geboten. Diese sollten nicht direkt unter oder zu nah an Freileitungen gestapelt werden. Wenn Ballen unter einer Leitung Feuer fangen, wird es schnell kritisch. Zudem dürfen Wasserstrahlen von Beregnungsanlagen den Sicherheitsbereich der Leitungen nicht erreichen.

Sollte es doch zu einem Überschlag kommen, ist das richtige Verhalten lebenswichtig: Betroffene sollen in ihrem Fahrzeug bleiben und andere Leute fernhalten. Sofort müssen der Notruf 112 und der Netzbetreiber gerufen werden. Nur wenn das Fahrzeug brennt, darf man aussteigen. Dabei muss man hüpfend mit geschlossenen Beinen vom Wagen wegspringen und sich in kleinen Schritten entfernen, um nicht durch sogenannte Schrittspannungen verletzt zu werden.

Die Unternehmen empfehlen, Arbeiten in Leitungsnähe frühzeitig zu planen und sich vorab mit den Betreibern abzusprechen. Wer Hilfe bei der Planung braucht, kann eine Planauskunft über die Internetseiten von TransnetBW oder Netze BW einholen.

Quelle: Burladingen – zur Originalmeldung

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