Warnung vor Quagga-Muscheln im Weßlinger See
Der Weßlinger See (Landkreis Starnberg, Bayern) ist momentan noch einer der wenigen Seen in der Region, in denen es keine Quagga-Muscheln gibt. Das soll die Gemeinde auch in Zukunft so beibehalten. Deshalb richtet sie einen dringenden Appell an alle Wassersportler, Badegäste und Bootsfahrer.
Die Quagga-Muschel kommt eigentlich aus dem Schwarzmeerraum, hat sich aber in Europa schnell verbreitet. In Bayern gibt es sie zum Beispiel bereits im Starnberger See. Das Problem ist: Wenn die Muschel erst einmal in einem Gewässer lebt, kann man sie nach aktuellem Wissen nicht mehr loswerden.
Die Tiere sind mit maximal drei Zentimetern zwar klein, vermehren sich aber rasend schnell. Die Larven sind so winzig, dass man sie kaum sieht. Sie kleben oft an Booten, Kajaks, Stand-up-Paddles (SUPs) oder an Anhängern. Da die Muscheln auch außerhalb des Wassers mehrere Tage überleben können, reicht schon feuchte Ausrüstung aus, um die Tiere in einen neuen See zu schleppen.
Wenn die Muscheln den Weßlinger See erreichen, hätte das schlimme Folgen. Sie verdrängen heimische Arten und bringen das ökologische Gleichgewicht durcheinander. Außerdem setzen sie sich in technischen Anlagen fest, verstopfen Wasserleitungen oder machen Bootsmotoren kaputt.
Um das zu verhindern, gibt es einfache Regeln für alle Nutzer des Sees. Boote, SUPs und Kajaks müssen nach jedem Einsatz gründlich gereinigt werden. Pflanzen, Schlamm und Wasserreste müssen komplett entfernt werden. Bevor die Ausrüstung in einem anderen Gewässer landet, muss sie vollständig getrocknet sein. Zudem darf kein Wasser, keine Pflanze und kein Tier von einem See zum anderen transportiert werden.
Da es keine anderen Mittel gibt, ist diese Vorsorge momentan die einzige Chance, den See zu schützen. Wer mehr wissen will, kann die Internetseite des Landratsamts Starnberg besuchen.
Quelle: Weßling – zur Originalmeldung