Warnung vor giftigen Blaualgen an Seen und Stränden
Wer aktuell am Hohennauener See oder an der Badestelle Ketziner Havelstrand in Ketzin/Havel (Brandenburg) baden möchte, sollte vorsichtig sein. Das Gesundheitsamt des Landkreises Havelland hat bei einer Kontrolle eine starke Entwicklung von Blaualgen festgestellt. Das Wasser ist an vielen Stellen grünlich trüb. Manchmal bildet sich ein dichter Film auf der Oberfläche oder es ziehen Schlieren am Ufer entlang.
Betroffen sind am Hohennauener See die Badestellen Dranseschlucht, Zeltplatz, Wassersuppe, Semlin (Bauerndeich) und Hohennauen. Auch am Ketziner Havelstrand ist die Lage kritisch. Da die Algen stark vom Wetter und vor allem vom Wind abhängen, kann die Situation von Tag zu Tag schwanken.
Die Blaualgen sind gefährlich, weil sie Giftstoffe produzieren. Wer beim Schwimmen Wasser schluckt, riskiert gesundheitliche Probleme. Besonders gefährlich ist es, wenn man über mehrere Tage hinweg algenhaltiges Wasser trinkt. Empfindliche Menschen können zudem Allergien entwickeln, die sich durch Hautreizungen bemerkbar machen. Vor allem Kinder und Kleinkinder sind stark gefährdet und sollten die betroffenen Gewässer derzeit meiden.
Das Gesundheitsamt rät dazu, Bereiche mit sichtbaren Schlieren zu meiden und auf keinen Fall Wasser zu schlucken. Sollten nach dem Baden Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot oder Hautreizungen auftreten, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Alternativ kann man sich an das Gesundheitsamt in Haus A der Havellandklinik in Rathenow (Brandenburg) wenden. Dort ist man unter der Telefonnummer 03385 / 551 7120 erreichbar.
An den betroffenen Badestellen hängen bereits entsprechende Warnschilder aus. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.
Quelle: Rathenow – zur Originalmeldung